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12.12.2016 Fabian Strebin

Allianz: Prall gefüllte Kriegskasse

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Allianz

Allianz-CEO Oliver Bäte will den Gewinn pro Jahr bis 2018 um fünf Prozent steigern, wie die Financial Times berichtet. Massenentlassungen soll es hierfür aber nicht geben. Allerdings werde es nicht einfach, das Ziel zu erreichen, so Bäte. Aufgestellt habe man das Ziel vor dem Brexit und der US-Wahl. Nun sei die Situation herausfordernder als ursprünglich gedacht.

Eine Milliarde Euro für Übernahmen

Michael Huttner, Analyst bei JPMorgan, glaubt nicht, dass die Allianz aus eigener Kraft den Gewinn um fünf Prozent steigern kann: „Sie können um zwei bis drei Prozent organisch wachsen. Der Rest wird über Akquisitionen oder Aktienrückkäufe kommen“. Tatsächlich plant die Allianz jährlich eine Milliarde Euro für Zukäufe einzusetzen. Deals will der Versicherer vor allem in der Sachversicherung und der Unfallversicherung machen. Derzeit stehen 2,6 Milliarden Euro bereit, allerdings findet die Allianz keine geeigneten Übernahmeziele. Deshalb wird es immer wahrscheinlicher, dass am Ende das Geld an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Aktienrückkauf kommt

Zwar hat die Allianz-Tochter Global Investors kürzlich den Anleihespezialisten Rogge gekauft. Für ein Aktienrückkaufprogramm dürfte indes noch reichlich Geld vorhanden sein. Der Versicherer hat versprochen, überschüssiges Kapital, das nicht für Übernahmen ausgegeben wird, an die Aktionäre zurückzugeben. Anleger können bald mit einer Entscheidung rechnen. Charttechnisch sieht es zuletzt wieder besser aus bei der Aktie, der mittelfristige Aufwärtstrend hat sich noch beschleunigt. Auch fundamental ist die Allianz mit einem KGV von 11 und einer Dividendenrendite von 4,7 Prozent nicht teuer. Anleger greifen zu.

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