Sieben neue Highflyer: Nach Apple, Tesla & Co
12.01.2010 Marion Schlegel

Alcoa enttäuscht mit Verlust

-%
DAX

Nach dem erfolgreichen dritten Quartal konnte der weltgrößte Aluminiumkonzern Alcoa im Schlussquartal nicht überzeugen. So ist das Unternehmen unter dem Strich mit 277 Millionen Dollar in die Verlustzone gerutscht. Nachbörslich lag die Aktie deutlich im Minus.

Überraschend ist der Aluminiumkonzern Alcoa im vierten Quartal wieder in die roten Zahlen gerutscht. Weiterhin niedrige Aluminiumpreise sowie hohe Kosten bescherten dem Unternehmen einen Nettoverlust von 277 Millionen Dollar oder 0,28 Dollar je Aktie. Analysten hatten hingegen mit einem Gewinn gerechnet. Noch im dritten Quartal hatte Alcoa mit schwarzen Zahlen positiv überrascht. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Siemens und jetzige Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld kommentierte das Ergebnis: "Es war ein hartes Jahr für die Aluminiumindustrie - der Schleuderpreis, der Nachfragerückgang und die Kreditklemme". Insbesondere Sonderbelastungen machten dem Konzern zu schaffen. So wies die EU-Kommission Alcoa erst vor Kurzem zur Rückzahlung italienischer Staatshilfen an.

Umsatz überzeugt

Beim Umsatz konnte Alcoa hingegen die Analysten überzeugen. So stiegen die Einnamen im vierten Quartal im Vergleich zum vorherigen Jahresviertel um 18 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar. Die Experten hatten lediglich mit einem Umsatz in Höhe von 4,82 Milliarden Dollar gerechnet. Einen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr blieb Alcoa allerdings schuldig. Dennoch gab sich Kleinfeld vorsichtig optimistisch: "Heut ist Alcoa stärker als zu Beginn des Jahres." Nachbörslich brach das Alcoa-Papier dennoch um mehr als fünf Prozent auf 16,51 Dollar ein. Anleger sichern ihre bisher erzielten Kursgewinne mit einem Stopp bei 9,20 Euro ab.

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

Autoren: Shiller, Robert J.
Seitenanzahl: 480
Erscheinungstermin: 16.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-666-0