22.03.2019 Michael Schröder

Aktionär Top-Tipp Wacker Neuson: Wachstumspotenzial wird unterschätzt - ein Fehler!

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Wacker Neuson
Trendthema

Die deutsche Baubranche ist so gut ins Jahr gestartet wie noch nie. Die Auftragsbücher der Bauunternehmen sind randvoll. Die aktuelle Abkühlung der Konjunktur geht damit weiterhin an der Branche vorbei. Das sollte Wacker Neuson als führendem Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen in die Karten spielen. Die Münchner sehen sich nach dem Rekordjahr 2018 im laufenden Jahr ebenfalls auf Kurs.

Die Aufträge in der deutschen Baubranche lagen mit rund 5,9 Milliarden Euro um 18,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit ist laut dem Statistischen Bundesamt der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem Januar in Deutschland erreicht worden. „Der seit zehn Jahren andauernde Bauaufschwung lässt sich von den zunehmenden globalen Unsicherheiten nicht beeindrucken und bleibt weiter stabil“, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Dieter Babiel. "Die aktuelle Abkühlung der Konjunktur geht noch an unserer Branche vorbei – damit ist die Bauwirtschaft weiterhin eine Stütze der schwächelnden Gesamtwirtschaft."

Das Gros der Umsätze generiert Wacker Neuson in Europa, vor allem mit kleinen Baufahrzeugen und Kompaktmaschinen. Neben dem robusten Wachstum in der Bauwirtschaft sollte die Gesellschaft auch von der guten Nachfrage nach landwirtschaftlichen Maschinen profitieren. Das größte Wachstumspotenzial liegt aber in den USA und in Asien. Beide Märkte sind immer noch stark auf große und schwere Baumaschinen fokussiert, während die Urbanisierung zunehmend dazu führt, dass Reparaturen in den Städten mit kompakten Baumaschinen ausgeführt werden. In dieser Nische können die Münchener in den nächsten Jahren kräftig durchstarten. Die Margen in den beiden Wachstumsregionen liegen noch weit unterhalb von denen in Europa. Alles in allem sollte eine erfolgreiche Internationalisierung daher mit dazu beitragen, den Umsatz bis 2020 auf über zwei Milliarden Euro und die Margen über die angestrebten elf Prozent zu steigern.

Das Fazit hat Bestand: Mit den guten Daten von der Baubranche und vom Unternehmen selbst im Rücken sollte die Aktie nach der jüngsten Konsolidierung wieder Kurs auf die 25-Euro-Marke nehmen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.