11.03.2019 Michael Schröder

AKTIONÄR Hot-Stock Wacker Neuson vor den Zahlen: Chance auf Sonderdividende - 4,6% Rendite und Hoffnung auf soliden Ausblick

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Wacker Neuson
Trendthema

DER AKTIONÄR hat bereits erklärt: Kurzfristig entscheidet bei Wacker Neudon der Ausblick am Donnerstag (14. März) über die weitere Kursentwicklung. Fallen die Prognosen nicht zu konservativ aus, dann dürfte die Aktie die 21-Euro-Marke erneut attackieren. Doch es gibt noch einen weiteren möglichen Impulsgeber: Der Vorstand des Baumaschinenherstellers könnte nach einem Immobilienverkauf eine Sonderdividende an die Investoren ausschütten.

Anfang Februar hatte DER AKTIONÄR in Ausgabe 06/19 die Aktie von Wacker Neuson als „Hot-Stock der Woche“ vorgestellt. Tenor: „Konjunkturängste und Probleme mit den Zulieferern ließen die Aktie 2018 tief fallen. Diese Übertreibung bietet nun eine ausgezeichnete Einstiegsgelegenheit.“ Die Aktie hat sich im Anschluss von ihren Tiefstständen lösen können, ist aber am charttechnischen Widerstandsbereich bei 21 Euro wieder nach unten abgeprallt. Spätestens im Bereich um 19 Euro sollte der Kurs aber wieder nach oben drehen.

Aus operativer Sicht dürfte 2018 ein erneutes Rekordjahr für Wacker Neuson gewesen sein. Selbst wenn die Münchner nur das untere Ende ihrer Prognosen erreichen, dürfte ein EBIT von 150 Millionen Euro und damit der höchste Wert in der Firmengeschichte zu Buche stehen. Vorstand Martin Lehner rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von acht bis elf Prozent – also mit Erlösen zwischen 1,65 Milliarden und 1,7 Milliarden – und einer EBIT-Marge von neun bis zehn Prozent.

DER AKTIONÄR erwartet sogar noch einen Schnaps mehr. Zudem dürfte sich der positive Trend aus heutiger Sicht im laufenden Jahr fortsetzen. Die Nachfrage in den wichtigsten Zielmärkten Bau- und Landwirtschaft ist weiter intakt, die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Das Gros der Umsätze generiert die Gesellschaft in Europa, vor allem mit kleinen Baufahrzeugen und Kompaktmaschinen. Das größte Wachstumspotenzial liegt aber in den USA und in Asien. Die Margen in den beiden Regionen liegen noch weit unterhalb von denen in Europa.

Zusätzliche Impulse könnte es durch Aussagen zur Dividende geben: Denn in dem für 2018 in Aussicht gestellten Gewinn je Aktie (siehe Grafik oben) rund 0,78 Euro je Aktie aus dem Immobilienverkauf in München enthalten. Daher könnten Vorstand und Aufsichtsrat zu den 0,60 Euro je Aktie für das abgelaufene Jahr eine Sonerdividende in Höhe von 0,30 Euro je Aktie ausschütten. Daraus würde auf dem aktuellen Kursniveau eine Rendite von 4,6 Prozent resultieren.

Das Fazit hat (auch ohne mögliche Sonderdividende) Bestand: Mit der Optimierung der Lieferkette hat Wacker Neuson ein wichtiges Hindernis aus dem Weg geräumt, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern. Die Internationalisierung sollte helfen, das Wachstumstempo hoch zu halten. Fällt der Ausblick mit den Zahlen für 2018 am 14. März nicht zu verhalten aus, dann sollte die Aktie ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen. Bleiben tiefgreifende Einschläge an der Konjunkturfront aus, sollte Wacker Neuson den Börsenwert in den kommenden zwölf Monaten weiter nachhaltig steigern.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.