Das ist Ihre Erfolgsstrategie für schwache Börsen
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15.02.2022 Michael Schröder

AKTIONÄR-Hot-Stock SLM Solutions: Aufträge für den "Gamechanger" – was macht die Aktie?

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SLM Solutions

DER AKTIONÄR hat bei SLM Solutions bereits auf die Vorzüge der neuen NXG XII 600 hingewiesen. Für Experten ist die Maschine ein potenzieller „Gamechanger“. Aus dem Interesse an der hochautomatisierten Anlage resultieren mittlerweile immer mehr Aufträge. Zuletzt wurden gleich zwei Abschlüsse vermeldet.

Die Sorgen bei den Lieferketten könnten einige Konzernchefs zum Umdenken zwingen. Der 3D-Druck – auch bekannt unter der Bezeichnung additive Fertigung – bietet zahlreiche Vorteile für potenzielle Kunden, darunter eine verbesserte Leistung, ein geringeres Gewicht und Volumen, niedrigere Kosten, kürzere Vorlaufzeiten sowie verbesserte Designs. Wenn benötigte Teile im 3D-Drucker selbst hergestellt werden, wäre man in der Produktion also unabhängiger, widerstandsfähiger und am Ende auch effizienter aufgestellt.

Passend dazu setzt die NXG XII 600 aus dem Hause des in Lübeck ansässigen Spezialisten für 3D-Metalldrucker auf dem globalen Markt für metallbasierte additive Fertigungsverfahren neue Maßstäbe. Die zwölf Laser ermöglichen eine hohe Produktivität. Die NXG Xll 600 wurde speziell für die Serienproduktion entwickelt und ist ein Meilenstein in der Branche, da sie 20-mal schneller ist als herkömmliche Maschinen mit einem Laser. SLM-Vorstand Sam O'Leary ist daher überzeugt, dass die Maschine in den kommenden Jahren einen „sehr bedeutenden Beitrag zum SLM-Geschäft leisten“ wird.

Immer mehr nachgefragt: Die NXG XII 600 von SLM Solutions

Die Anlage sei der „Gamechanger“ für die Branche in Richtung Massenproduktion, heißt es bei Jefferies. Ein Jahrzehnt nach dem globalen Hype über 3D-Druck nähere sich nun der Durchbruch, so Analyst Constantin Hesse.

Anfang Februar hat SLM Solutions für sein Aushängeschild gleich zwei neue Abnehmer gefunden. Erst wurde MAN Energy Solutions, ein führender Anbieter von Technologielösungen und Tochterunternehmen des Volkswagen-Konzerns, als Kunden gewonnen. Kurz drauf wurde bekannt, dass Collins Aerospace ebenfalls eine NXG Xll 600 für sein Werk in West Des Moines (Iowa) erworben hat.

Das Collins-Aerospace-Werk ist weltweit führend in der Entwicklung und Produktion von Triebwerksturbinen und bringt nun sein Know-how in die additive Fertigung ein. Der neue Drucker wird dem Unternehmen helfen, im 3D-Druck gefertigte Teile für die Luft- und Raumfahrt schneller herzustellen. Angaben zu den Preisen wurden bei beiden Deals nicht gemacht, diese können dem Vernehmen nach aber wohl bis in den siebenstelligen Eurobereich reichen. 

Für das abgelaufene Gesamtjahr dürfte bei SLM Solutions bei einem Umsatzwachstum von mindestens 15 Prozent auf über 71 Millionen Euro eine Verbesserung des EBITDA zu Buche stehen. Im neuen Jahr 2022 könnte dann der Sprung über 100 Millionen Euro gelingen. Dabei soll sich das EBITDA „signifikant verbessern“. Auf Quartalsebene wird im zweiten Halbjahr 2022 sogar der Break-even angestrebt. Bis Ende 2026 peilt SLM außerdem eine Verfünffachung des Umsatzes auf rund 355 Millionen Euro an. Die EBITDA-Marge soll dabei auf über 20 Prozent steigen.

SLM Solutions (WKN: A11133)

Die SLM-Aktie ist mit der allgemeinen Schwäche bei den Technologiewerten zuletzt unter Druck geraten. Liefert die Gesellschaft weiter wie geplant (Zahlen für 2021 gibt es offiziell erst am 24. März) und trübt sich das Marktumfeld in den kommenden Wochen nicht zu sehr ein, könnte sich der Titel nachhaltig von seinen Tiefstständen lösen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

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Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von SLM Solutions befinden sich im Real-Depot von DER AKTIONÄR.

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