25.02.2019 Michael Schröder

Aixtron vor den Zahlen: Kursreaktion oder Crash - das sollten Anleger JETZT wissen!

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Aixtron
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Morgen ist es soweit: Aixtron präsentiert am Dienstag (26. Februar) die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Noch spannender als die Daten für 2018 ist der Ausblick auf die kommenden Quartale. Bekommt der Anbieter von Beschichtungsanlagen für die Halbleiterindustrie - ähnlich wie viele andere Gesellschaften aus der Chipbranche - die sinkende Nachfrage zu spüren? Oder können gut gefüllte Auftragsbücher die Investoren zufrieden stimmen? DER AKTIONÄR gibt einen Ausblick.

Aixtron-Vorstand Felix Grawert gewährt am morgigen Dienstag einen Einblick in die jüngste Geschäftsentwicklung. Der Firmenlenker prognostizierte im Vorfeld bei Gesamtaufträgen in Höhe von 290 Millionen einen Umsatz von rund 260 Millionen Euro. Die Bruttomarge soll rund 40 Prozent des Umsatzes betragen. Zudem werden ein EBIT zwischen 35 und 40 Millionen Euro und ein positiver Gesamtcashflow erwartet. Die Schätzungen der Experten für 2018 gehen weit auseinander:

Ein Blick auf die Peergroup zeigt, dass sich die engsten Wettbewerber wie Cree und Veeco in den letzten Wochen, genauer seit dem Startschuss zur Aufholjagd am zweiten Weihnachtsfeiertag, deutlich Boden gut machen konnten. Dabei wird aber auch deutlich, dass die Aixtron-Aktie im direkten KGV-Vergleich noch Luft nach oben hat.


Was passiert am Dienstag? Fällt der Ausblick nicht zu verhalten aus und sollte das Geschäft nach einem weniger dynamischen ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte wieder Fahrt aufnehmen, Dann ist wie im Oktober mit einem Short-Squeeze zu rechnen (siehe Chart unten). Seit Kurzem befinden sich die Shorties bereits auf dem Rückzug. Es befinden sich aber noch immer 12,6 Prozent der Anteile in Händen, die auf fallende Kurse hoffen.

Wer auf der Long-Seite agieren will, sollte die Position aber mit einem engen Stopp absichern. Denn wenn Vorstand Grawert die Meßlatte für  2019 in den Augen der Investoren zu Tief ansetzt, dann ist ein Test des jüngsten Verlaufstiefs bei 7,64 Euro nicht auszuschließen. DER AKTIONÄR hält auch einen Tag vor den Zahlen an seinem Fazit fest und bleibt bei Aixtron im Bullenlager.