Die Comebacks nach Corona
07.12.2020 Michael Schröder

Aixtron-Aktie mit 47%-Rallye: Gelingt nun der Befreiungsschlag?

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Aixtron

Der Halbleitermarkt wächst in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie. Die Branche koppelt sich dabei entgegen früheren Entwicklungen von der weltweiten Konjunktur ab. Auch bei Aixtron ist die Auftragsdynamik ungebrochen. Nach den Zahlen zum dritten Quartal tauchte die Aktie zunächst ab. Doch im Anschluss meldeten sich die Bullen eindrucksvoll zurück. Nun steht eine wichtige Entscheidung an.

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Die Nachfrage nach den Depositionsanlagen zur Halbleiterherstellung kommt aus dem Bereich der Leistungs- und der Optoelektronik. Im laufenden Jahr erwartet Aixtron daher beim Umsatz ein Wert zwischen 260 bis 280 Millionen Euro (Vorjahr: 259,6 Millionen Euro). Vor Zinsen und Steuern sollen zehn bis 15 Prozent hängen bleiben. Mit dem erwartet guten Schlussquartal könnte unter dem Strich am Ende ein Gewinn je Aktie von 0,24 Euro (Vorjahr: 0,29 Euro) zu Buche stehen.

Eine Prognose für das kommende Jahr gibt es traditionell erst im Februar. Auch wenn die Visibilität noch gering ist, erscheint für die Jahre 2022 und 2023 bereits ein jährliches Umsatzwachstum von zehn Prozent und eine EBIT-Marge von 15 Prozent durchaus realistisch.

Nach den Zahlen zum dritten Quartal rutschte die Aktie noch deutlich ab, im Tief sogar kurz unter die 9-Euro-Marke. Doch dann drehte der Titel auf. Innerhalb von vier Wochen stieg der Kurs um 47 Prozent und verabschiedete sich am Freitag bei 12,99 Euro ins Wochenende.

Aixtron (WKN: A0WMPJ)

Gelingt es der Aktie, die Widerstandszone zwischen zwölf und 13 Euro nachhaltig zu überwinden, wäre ein Durchmarsch in den Bereich zwischen 14 und 16 Euro möglich. Prallt die Aktie an der Hürde ab, droht ein Rücksetzer bis an die 10-Euro-Marke. DER AKTIONÄR hält an seiner positiven Einschätzung fest.