19.06.2019 Andreas Deutsch

Adidas: Schlappe vor Gericht

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Der Sportartikelhersteller Adidas hat nach einem Urteil des EU-Gerichts einen Teil seiner Drei-Streifen-Markenrechte verloren. Die Entscheidung vom Mittwoch beschränkt sich nach Darstellung des Unternehmens auf eine spezielle Ausführung. Die Rekordjagd der Aktie ist erst einmal vorbei, der Titel fällt unter 270 Euro.

Hintergrund des Falls war eine Entscheidung des EU-Markenamts im spanischen Alicante nach einer Beschwerde eines Konkurrenzunternehmens. Im Kern ging es um die Frage, ob Verbraucher diese Form der drei Streifen automatisch mit Adidas in Verbindung bringen.

Die Firma hatte sich das Zeichen ursprünglich für Bekleidungsstücke, Schuhe und Kopfbedeckungen gesichert. Adidas klagte daraufhin in Luxemburg.

Die Luxemburger Richter erklärten nun, das Unternehmen habe nicht bewiesen, dass das Zeichen aus drei parallelen, gleich breiten und im gleich Abstand in beliebiger Richtung angebrachten Streifen in der gesamten EU bei den Verbrauchern genug Unterscheidungskraft erlangt habe.

Beste Performance 2019

Derweil holt die Adidas-Aktie am Mittwoch Luft, verliert am Mittag 1,5 Prozent. Seit Jahresbeginn hat die Aktie 46 Prozent gewonnen und ist damit bester Wert im DAX.

Mit Blick auf die Analystenmeinungen sieht es bei Adidas weiterhin gut aus: Hier sehen noch einige Experten Potenzial, am optimistischen ist die australische Bank Macquarie mit einem Ziel von 300 Euro.

In Top-Form

DER AKTIONÄR sieht ebenfalls noch Potenzial für Adidas bis 300 Euro. Innerhalb der Peergroup ist der Titel am günstigsten un ddas Wachstum weiterhin stark.

(Mit Material von dpa-AFX)