So investieren die Superreichen
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09.06.2020 Thobias Quaß

Darum bleibt Activision Blizzard die Nummer eins im Gaming!

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Activision Blizzard

Der größte Videospiel-Entwickler der USA ist auch der agilste. Activision Blizzard hat seine Position nicht nur wegen der Coronakrise gefestigt, sondern auch durch die erfolgreiche Ausweitung seiner beliebten Marken auf neue Plattformen. Die Aktie hat erneut die 70-Dollar-Marke durchbrochen und legt im frühen US-Handel weiter zu.

Activision Blizzard hat sich schon vor der Coronakrise auf einen sich verändernden Videospielmarkt vorbereitet. Das zeigen die Erfolge mitten in der Pandemie umso deutlicher, und das beste Beispiel ist die beliebte Marke Call of Duty. Von September 2019 bis März 2020 erschienen der neuste Teil der Traditionsreihe, die neue Smartphone-Variante und mit Call of Duty Warzone eine kostenlose Online-Erweiterung, die Spieler aller Plattformen zusammenspielen können.

Mit dieser Strategie hat der Gaming-Riese sein traditionelles Konsolenspiel in die Moderne gehoben. Allein im letzten Quartal verdiente Activision Blizzard 570 Millionen Dollar – ein Drittel des Quartalsumsatzes – mit Mobile Games. Auch den Trend, Spiele kostenlos anzubieten und über digitale Zusatzinhalte Geld zu verdienen, wurde erkannt und erfolgreich bedient – vier Wochen nach Veröffentlichung spielten bereits über 60 Millionen Menschen Call of Duty Warzone.

Activision Blizzard (WKN: A0Q4K4)

Zum Vergleich: Electronic Arts (EA) hat im letzten Quartal nur knappe 13 Prozent im Wachstumsmarkt mit Smartphone-Spielen verdient – und den Zug dementsprechend verpasst. Außerdem stagniert beim kostenlosen Online-Spiel Apex Legends (mit kostenpflichtigen Zusatzinhalten) die Zahl der aktiven Spieler bei um die 70 Millionen. Hier dürften zukünftig weitere zum rasant wachsenden Call of Duty Warzone mit ähnlichem Spielprinzip wechseln.

Die Aktie von Activision Blizzard hat seit den März-Tiefs wieder 38 Prozent zugelegt, und das Wachstum dürfte weitergehen. Für das laufende Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz von 1,7 Milliarden Dollar – 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Analysten sind positiv gestimmt, denn Activision hat bewiesen, sich neuen Gegebenheiten gut anpassen zu können.

Das spiegelt auch der aktuelle Kurs wider, der sich um die 71 Dollar und seitwärts nahe dem 52-Wochen-Hoch bei 75,97 Dollar bewegt. Bewertungstechnisch ist Activision mit einem 2021er KVG von 25 dazu günstiger bewertet als der weniger agile Konkurrent EA (2021er KGV von 31). Investierte Anleger bleiben bleiben der Activision-Aktie dabei.

Electronic Arts (WKN: 878372)

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