13.05.2014 Jens Aichinger

3D Systems: Kooperation mit ScanSource

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Trendthema

3D Systems hat am Montag bekanntgegeben, künftig mit ScanSource zusammenzuarbeiten. ScanSource ist der führende internationale Großhändler von Spezial-Technologie-Produkten. Die Aktie von 3D Systems legt um zwei Prozent zu. Ist das Ende der Korrektur damit eingeläutet?

Die Kooperation mit ScanSource ist Teil der Expansionsstrategie von 3D Systems. Das Unternehmen unternimmt große Anstrengungen, um in den kommenden Jahren stärkeres Wachstum im operativen Geschäft zu generieren. Die Firma mit Sitz in Rock Hill, South Carolina, verdient den größten Teil des Gewinns mit dem Verkauf von 3D Druckern, den dafür notwendigen Druckmaterialien, mit 3D Druckaufträgen oder der Reparatur verkaufter Drucker.

Druckerpatronen als Goldesel

Wie die meisten Druckerhersteller verdient auch 3D Systems mit dem Verkauf von Druckern weniger als mit dem Verkauf der dafür notwendigen Verbrauchsmaterialien. Bei einer angenommenen Lebensdauer der Drucker von bis zu 15 Jahren macht der Verkauf von Verbrauchsmaterialien kumuliert den größten Anteil aus. Deswegen wollen die Investoren, dass der Verkauf von Druckern schneller wächst als der Verkauf der Verbrauchsmaterialien. Denn das verbessert den langfristigen Gewinnausblick. In den letzten zwei Jahren konnte 3D Systems diese Forderung stets erfüllen. In dieser Zeit war der Verkauf von 3-D Druckern das am schnellsten wachsende Geschäftssegment und trägt inzwischen über 41 Prozent zum Gesamtergebnis bei.

Zukunftsbranche

Die Technologie 3D Druck steckt immer noch in der Anfangsphase. In Zukunft wird es völlig normal sein, bestimmte Teile zu Hause auszudrucken und nicht mehr im Laden zu kaufen. Zusammen mit den praktisch unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten für die gedruckten Teile birgt das enorme Wachstumschancen.

50 Prozent Rabatt auf die Aktie

Die Aktie von 3D Systems hat in den letzten Monaten einen regelrechten Einbruch erlebt. Von knapp 100 Dollar fiel der Titel auf ein bisheriges Tief bei 43,35 Dollar. Das entspricht einem Kursverlust von 57 Prozent. Und das in nur vier Monaten. Zwar war die Aktie vor der Abwärtsbewegung deutlich überbewertet, aber eine derart heftige Korrektur hatten wohl selbst Pessimisten nicht auf dem Zettel.

Attraktiver Chart

Momentan befindet sich die Aktie in einer Seitwärtsbewegung. Erste Bodenbildungstendenzen zeigen sich bereits. Steigt der Titel über die Marke von 51 Dollar an, eröffnen sich weitere Ziele auf der Oberseite bei zunächst 55 und später 61 Dollar. Sollte die Aktie hingegen unter 43,30 Dollar fallen, ist eine Ausweitung der Korrektur bis in den Bereich von 41 Dollar wahrscheinlich.