06.12.2016 Thomas Bergmann

2. Tag nach Referenzi - DAX ist sich schon wieder unsicher!

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DAX
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Nach Lachen ist Matteo Renzi nicht mehr zumute - seine geplante Verfassungsreform wurde von einer breiten Mehrheit der Italiener abgelehnt. Das von vielen "Experten" erwartete Börsenbeben ist aber bislang ausgeblieben. Stattdessen konnten die internationalen Börsen am Vortag deutlich zulegen. Auch der Dienstag dürfte mit kleinen grünen Vorzeichen starten.

Kurz vor Handelsbeginn auf Xetra notiert der XDAX im Bereich von 10.700 Punkten. Zur Erinnerung: Bei 10.761 Punkten wartet in Form des Jahreshochs auf Schlusskursbasis ein sehr wichtiger Widerstand. Das Intraday-Jahreshoch als letzte Hürde vor der 11.000 liegt bei 10.827 Zählern.

Neue Unsicherheit?

Dass die Börsen am Montag nicht einbrachen, ist darin begründet, dass die Umfragen schon länger ein "No" signalisierten und sich jeder darauf einstellen konnte. Jetzt kommt es darauf an, was EZB und Fed mit den Märkten anstellen. Am Donnerstag wird Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, über sein weiteres Vorgehen informieren. Der Markt geht von einer Verlängerung des Anleihenkaufprogramms (80 Milliarden Euro monatlich) um ein halbes Jahr aus.

Am 14. Dezember ist dann die US-Notenbank an der Reihe. Janet Yellen, so die einhellige Meinung, wird die Zinsen um einen kleinen Schritt erhöhen. Sie wird auch einen Ausblick auf 2017 geben - mehrere Zinsschritte, wie von vielen erwartet, sind aber immer unwahrscheinlicher. "Trump sorgt für Unsicherheit", heißt es aus dem Umfeld der Fed.

Einfache Strategie

Technisch betrachtet ist die Sache ganz einfach: Wird die Marke von 10.760 Punkten auf Schlusskursbasis überwunden, ist das ein erstes gutes Kaufsignal für eine Anfangsposition (Einstieg am Folgetag zum ersten Kurs). Bei Kursen oberhalb von 10.830 sollte man diese Position aufstocken. Das dritte und letzte Paket sollten Anleger bei einem DAX-Stand von 10.900 Punkten ins Depot nehmen. Als Investition eignet sich der Turbo-Optionsschein mit der WKN DGH2BL.