++ Verrückte Börsen – 150 Prozent Potenzial ++

+ 68 Prozent: GoPro-Aktie explodiert – das ist der Grund

+ 68 Prozent: GoPro-Aktie explodiert – das ist der Grund
Foto: Shutterstock
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Jan-Paul Fóri 01.09.2026, 10:10 Jan-Paul Fóri
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Die GoPro-Aktie kennt vorbörslich kein Halten mehr. Nachdem die Aktie am Montag bereits um 46 Prozent nach oben geschossen war, legt sie am Dienstag weiter massiv zu. Vorbörslich notiert GoPro inzwischen rund 68 Prozent im Plus. Auslöser ist der Einstieg von YouTube-Star und Filmemacher Markiplier, der sich zum größten Einzelaktionär des angeschlagenen Kameraherstellers aufgeschwungen hat.

  • Markiplier hält 13,5 Millionen GoPro-Aktien beziehungsweise 8,5 Prozent der Class-A-Aktien.
  • Die GoPro-Aktie legte am Montag bereits 46 Prozent zu und gewinnt vorbörslich weitere 68 Prozent.
  • Operativ bleibt die Lage schwierig – der Einstieg ist ein Stimmungstreiber, aber noch keine Trendwende.

Hinter Markiplier steckt Mark Fischbach, einer der bekanntesten YouTube-Creator weltweit. Er hat über einen längeren Zeitraum GoPro-Aktien gekauft und hält laut einer bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Meldung inzwischen 13,5 Millionen Class-A-Aktien. Das entspricht 8,5 Prozent dieser Aktienklasse. Die Beteiligung ist als passiv eingestuft.

Fischbach sieht die Aktie offenbar als unterbewertet an. Gleichzeitig ist seine Verbindung zu GoPro mehr als nur finanzieller Natur: Bei der Produktion seines Films „Iron Lung“ setzte er auf GoPro-Technik. Besonders die neue Mission 1 ILS hat es ihm angetan. Die Kamera soll professionelle Filmaufnahmen zu einem deutlich niedrigeren Preis ermöglichen.

Für GoPro ist der prominente Aktionär ein enormer Aufmerksamkeitsschub. Markiplier erreicht mit seinen Inhalten ein Millionenpublikum und spricht damit genau die Creator-Zielgruppe an, die GoPro mit seinen Kameras erreichen will.

Fundamentale Probleme bleiben

So spektakulär die Kursbewegung ist, an der operativen Ausgangslage hat sich durch Markipliers Einstieg zunächst nichts geändert. GoPro erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von rund 105 Millionen Dollar – 31 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Nettoverlust belief sich auf 51 Millionen Dollar. Zudem ging der Absatz der Kameras deutlich zurück.

Besonders brisant: GoPro hatte zuletzt selbst vor erheblichen Zweifeln an der Fortführung des Unternehmens gewarnt. Zudem steht die Aktie wegen des Kursniveaus unter einem Dollar vor einem Problem mit den Nasdaq-Listing-Anforderungen.

GoPro (WKN: A1XE7G)

Wichtiger als Markipliers Einstieg wird für GoPro nun die neue Mission-1-ILS-Kamera. Ob diese jedoch tatsächlich ein nachhaltiger Turnaround einläutet, muss GoPro allerdings erst beweisen. Die Aktie ist aktuell keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Nach der Kursexplosion drängt sich ein Kauf auch nicht mehr auf.

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