13.04.2016 Sebastian Schinhammer

Rocket Internet: Das sagt Berenberg zum Lazada-Verkauf

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ROCKET INTERNET
Trendthema

Wie Der AKTIONAER gestern berichtete, verkauft Rocket Internet 44 Prozent seiner Beteiligung an der E-Commerce Plattform Lazada, die in Südostasien aktiv ist, an den großen Konkurrenten Alibaba – für 120 Millionen Euro. Mit 8,8 Prozent ist Rocket Internet weiterhin bei Lazada involviert. Soweit die nackten Zahlen.

Den Teil-Exit sehen die Experten von der Privatbank Berenberg als gute Neuigkeit an. Als Ziel für die Aktie geben die Analysten 53 Euro aus. Die Analysten machen drei Gründe aus, warum der Verkauf von Lazada positiv zu bewerten ist.

Die E-Commerce Plattform sei neben Hellofresh eine Beteiligung, deren Management angekündigt habe, in nächster Zeit größere Verluste einzufahren. Grund: Mit Hilfe von massiven Marketing-Investitionen wolle man Marktanteile gewinnen. Diesen Schuh muss sich Rocket Internet somit im Falle von Lazada nicht mehr anziehen. Somit sinkt der Anteil an notwendigen Investionen für Rocket Internet für seine Beteiligungen.

Durch den Exit an Alibaba steigen natürlich auch die baren Geldmittel von Rocket Internet, die sich im November noch auf 1,7 Milliarden Euro belaufen haben. Dazu schreibt Berenberg: “Unserer Ansicht nach seien Sorgen, ob Rocket Internet weitere Investitionen stemmen kann, für die kommenden Jahre unbegründet.”

Und Argument Nummer drei: Berenberg hatte seit langem schon die Befürchtung, dass Lazada aufgrund des intensiven Wettbewerbs von Alibaba verdrängt worden wäre. Siehe da: Der große Internet-Riese kauft den kleinen Wettbewerber zu einer “substanziellen Bewertung” heißt es vom Bankhaus. Also seien die Ängste von Beobachtern, Rocket Internet könnte keine werthaltigen Geschäftsmodelle etablieren, erstmal besänftigt.