Die Aussicht auf eine verlängerte Waffenruhe im Nahen Osten sorgt für freundlichere Vorgaben an den Märkten. Während die Wall Street einen positiven Handelsstart erwartet, bleibt der DAX zunächst in einer engen Spanne gefangen – die Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt und steigende Ölpreise dämpfen die Risikobereitschaft. Gleichzeitig mehren sich erste Warnsignale: Sinkende Prognosen und Gewinnwarnungen, etwa von TUI, zeigen, dass die geopolitische Lage zunehmend in den Unternehmensergebnissen ankommt.
Auf Einzeltitelebene gibt es dennoch Bewegung. Infineon und Siemens profitieren von starken Branchensignalen, Siemens Energy markiert sogar ein neues Allzeithoch. In der zweiten Reihe überzeugt K+S mit einem optimistischen Ausblick, während bei TUI die Sorgen über rückläufige Buchungen und steigende Kosten zunehmen.
An der Wall Street rücken vor allem Quartalszahlen in den Fokus. Während Unternehmen wie GE Vernova mit starken Ergebnissen und angehobenen Prognosen glänzen, liefern auch Vertiv und Intuitive Surgical solide Zahlen – wenn auch mit gemischten Kursreaktionen. Boeing zeigt erste Fortschritte beim Turnaround, während bei Philip Morris trotz starker Zahlen ein vorsichtiger Ausblick belastet. Getrieben bleibt das Marktgeschehen zudem von KI- und Rechenzentrumsfantasie. Aktien aus diesem Umfeld stehen weiter im Fokus, während mit Spannung auf die Tesla-Zahlen am Abend gewartet wird – hier dürften weniger die Zahlen selbst als vielmehr die Aussagen zur künftigen Strategie entscheidend sein.