DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Rüstungskonzern Rheinmetall
Bei den Aufträgen wird Rheinmetall seine Ziele trotz einer robusten Dynamik nicht erreichen: Die sogenannte Nomination werde im zweiten Quartal ein niedriges zweistelliges Milliarden-Euro-Niveau erreichen. Der Rüstungskonzern hatte zuvor 20 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Diese Kennziffer umfasst neben dem klassischen Auftragseingang unter anderem das Volumen aus neu abgeschlossenen Rahmenverträgen.
Die Aktie von Rheinmetall gab am Freitag im frühen Handel um rund ein Prozent nach. Das Papier, das in den vergangenen Jahren vom Rüstungsboom massiv profitiert hat, steht 2026 unter Druck und hat bislang fast 30 Prozent an Wert verloren.
Die Anleger sollten jedoch das große Bild nicht aus den Augen verlieren, schrieb Barclays
Die US-Bank JPMorgan
Trotz der Stornierung des F126-Projektes schlage sich Rheinmetall in diesem Jahr bei den Aufträgen bislang besser als gedacht, bemerkte der Analyst, der acht Milliarden Euro für das Quartal angenommen hatte. Es zeige sich dabei jedoch, dass die Bundesregierung zunehmend auf die Preise achte, was sich mittelfristig in den Margen niederschlagen dürfte.
Das Bundesverteidigungsministerium hatte nach jahrelangen Verzögerungen und Kostenexplosionen das Fregattenprojekt F126 gecancelt und sich stattdessen für eine kleinere Variante des Konkurrenten TKMS
Wie Rheinmetall weiter mitteilte, prüft der Konzern, ob das Programm weitere Auswirkungen auf die Gesamtjahresprognose hat. Näheres will der Dax-Konzern bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 6. August benennen. Der geplante Beitrag zur mittelfristigen Prognose für 2030 lag den Angaben zufolge unter drei Prozent. Rheinmetall setze alles daran, diesen Effekt durch weitere Auftragsabschlüsse in der Zukunft abzufedern./jha/nas/stk/jha/
Quelle: dpa-AFX