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Malaysischer Staatsfonds 1MDB: Mögliche Einigung mit Deutscher Bank

Malaysischer Staatsfonds 1MDB: Mögliche Einigung mit Deutscher Bank
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Heute, 13:10 ‧ dpa-Afx
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PUTRAJAYA (dpa-AFX) - Rund ein Jahrzehnt nach dem milliardenschweren Finanzskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB könnte es zu einer Einigung mit der Deutschen Bank kommen. Das oberste Gericht des Landes sei über den Vergleichsvorschlag informiert worden, sagte der Anwalt von 1MDB Lim Chee Wee am Montag bei einer anderen Anhörung vor dem Gericht in Putrajaya. Bei diesem Teil des Streits geht es um eine Forderung über 1,1 Milliarden US-Dollar (knapp 1 Mrd Euro) gegen die Deutsche Bank.

Eine Anhörung im Fall des Frankfurter Geldhauses ist für den 26. Oktober angesetzt. Ein Deutsche-Bank-Sprecher erklärte, das Institut halte an seiner Position in diesem Verfahren fest. "Diese wird durch die besonderen, von anderen Beklagten abweichenden Fakten unseres Falls sowie durch aktuelle Entwicklungen in vergleichbaren Verfahren gegen andere Parteien gestützt." Mögliche Gespräche über einen Vergleich müssten diese Aspekte angemessen berücksichtigen.

1MDB hatte 2021 begonnen, gegen die Deutsche Bank vorzugehen. Der Schaden wurde auf 1,1 Milliarden Dollar ohne Zinsen beziffert, wie aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Bank für 2025 hervorgeht. Ein Verfahren war für Oktober und Dezember 2026 angesetzt. Zu möglichen Rückstellungen äußerte sich die Bank dabei nicht.

Sollten sich beide Seiten einigen, würde dies einen weiteren großen Teil der Rechtsfolgen aus dem Finanzskandal regeln. Bei der Affäre wurden mehrere Milliarden Dollar mit Hilfe von Managern von Goldman Sachs aus dem Staatsfonds entwendet. Das US-Justizministerium geht nach früheren Angaben davon aus, dass insgesamt 4,5 Milliarden Dollar aus dem Fonds gestohlen wurden.

Im vergangenen Jahr wurde der einstige Investmentbanker Tim Leissner in New York zu zwei Jahren Haft verurteilt. Die zuständige Richterin berücksichtigte dabei, dass Leissner nach der Festnahme gegen andere Beteiligte aussagte. Eigentlich hatten ihm bis zu 25 Jahren Haft gedroht. Doch seine Aussage trug zur Verurteilung eines seiner früheren Kollegen bei der Bank zu einer Haftstrafe von zehn Jahren bei./stw/mis

Quelle: dpa-AFX