FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Flatexdegiro
Für weiteren Druck sorgte nun Analyst Christoph Blieffert von Exane BNP Paribas, der zwar sein Kursziel auf 35 Euro anhob, aber seine Kaufempfehlung strich. Es sei inzwischen zu viel Optimismus eingepreist, schrieb Blieffert mit Blick auf mehr als verdoppelte Kurse im vergangenen Jahr. Darauf hatte Flatex 2026 in der Spitze noch einmal fast 18 Prozent folgen lassen, bevor bei 43,24 Euro der Schwung endete. Zuletzt kosteten sie noch 32,86 Euro.
Es gebe für den Onlinebroker keinen "home run" auf dem deutschen Markt, so Blieffert. Er hob seine Ergebnisschätzungen bis 2027 zwar um bis zu 14 Prozent an, sieht sich bis 2028 aber noch um 10 Prozent unter dem Konsens.
So schaffe das von der Regierung geplante, staatlich geförderte "Altersvorsorgedepot" zwar Umsatzpotenzial, erfordere aber auch höhere Marketingausgaben von Flatexdegiro, um bei diesem Produkt dann einen nennenswerten Marktanteil zu erlangen.
Und auch das Verbot des sogenannten Payment for Order Flow-Systems werde Flatexdegiro wohl doch nicht größere Marktanteils-Rückgewinne im Brokerage ermöglichen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest einer der Konkurrenten Trade Republic und Scalable Capital bald klassische Gebühren für den Aktienhandel verlangen wird, sei deutlich gesunken. So habe Trade Republic mittlerweile eine Market-Maker-Lizenz und Scalable habe einen eigenen Handelsplatz./ag/ajx/mis
Quelle: dpa-AFX