Der Spezialverpackungshersteller Schott Pharma hat sich an der Börse zurückgemeldet. Kein Wunder, denn die Mainzer profitieren von mehreren Trends innerhalb der aufstrebenden Biopharma-Branche. DER AKTIONÄR hat mit dem Finanzvorstand der Gesellschaft, Reinhard Mayer, über die Wachstumschancen und die operative Entwicklung gesprochen.
DER AKTIONÄR: Herr Mayer, in den ersten neun Monaten lag das Wachstum unter der Prognose für das laufende Fiskaljahr. Was muss im vierten Quartal noch passieren, damit Sie Ihre Umsatzprognose erreichen?
REINHARD MAYER: Das zugrunde liegende Wachstum im Bereich Drug Containment Solutions ist intakt. Ampullen, Fläschchen, Ready-to-Use-Karpulen und Spezialfläschchen entwickeln sich gut. Zwar bremsen turnusmäßige Wartungsarbeiten im vierten Quartal etwas, insgesamt bleiben die Aussichten aber positiv. Auch bei Drug Delivery Solutions gewinnt der Markt wieder an Dynamik.
Was treibt die Erholung bei Drug Delivery?
Bei Glasspritzen sorgt vor allem GLP-1, also die Abnehmspritzen, für Rückenwind. Bei Polymerspritzen werden die Rückgänge im mRNA-Geschäft inzwischen durch neue Anwendungen überkompensiert – etwa in den Bereichen Ästhetik, Veterinärmedizin, langwirksame Injektionen oder mentale Gesundheit. Deshalb sind wir zuversichtlich, die Jahresprognose zu erreichen.
26.08.2026, 12:30
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