Ein möglicher milliardenschwerer Deal zwischen Merck & Co und der Biotech-Gesellschaft Revolution Medicines wird laut einem Medienbericht nicht zustande kommen. Wie das Wall Street Journal (WSJ) am Wochenende berichtet hat, befindet sich der Pharma-Konzern nicht mehr in Verhandlungen über eine Übernahme.
Laut dem Artikel konnte keine Einigung über den Preis für das Biotech-Unternehmen erzielt werden. Zuvor berichtete indes die Financial Times (FT), dass Merck & Co eine Akquisition für bis zu 32 Milliarden Dollar ausloten solle. Vor diesem Beitrag wiederum wurde AbbVie als potenzieller Käufer gehandelt (das WSJ berichtete diesbezüglich ebenfalls).
Die durch die Kaufgerüchte entstandene Prämie wird am heutigen Montag sofort abverkauft. An deutschen Handelsplätzen verliert die Biotech-Aktie rund 20 Prozent.
Spannendes Biotech-Unternehmen
Dass Revolution Medicines wohl das Interesse von Big Pharma angezogen hat, verwundert den AKTIONÄR nicht. Die Firma könnte bei der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs einen Paradigmenwechsel einleiten. Die Krebsart ist nach wie vor von hohen Todesfallraten betroffen. Entsprechend ist extrem hoch ist der medizinische Bedarf.
Nur etwa jeder zehnte Betroffene lebt noch länger als fünf Jahre nach der gestellten Diagnose. Häufig sind es sogenannte RAS-Mutationen, die bei dieser Krebsart für unkontrolliertes Zellwachstum sorgen. Die onkogenen Treiber finden sich aber auch bei anderen soliden Tumoren, wie beispielsweise bei Darm- oder Lungenkrebs. Und genau diese onkogenen Treiber will Revolution Medicines mit seinem Wirkstoffen adressieren.
Kurzfristig scheint es zu keiner Übernahme von Revolution Medicines zu kommen. Die Aktie wurde heute durch de Kurseinbruch bei 80 Euro mit Gewinn ausgestoppt. Interessierte Anleger können die Biotech-Aktie allerdings auf die Watchlist setzen.
Heute, 08:37