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Novo Nordisk: Daten‑Alarm – Hacker drohen mit Leak

Novo Nordisk: Daten‑Alarm – Hacker drohen mit Leak
Foto: Christian Schultz/picture alliance/dpa
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Michael Herrmann Heute, 15:01 Michael Herrmann

Novo Nordisk steht nach einem schweren Cyberangriff unter Druck. Die Hackergruppe FulcrumSec droht mit der Veröffentlichung sensibler Unternehmensdaten, nachdem der dänische Ozempic-Hersteller ein Lösegeld verweigert haben soll. Von der Analystenseite gibt es hingegen positiven Nachrichten.

Das Wichtigste kurz und knapp

• Novo Nordisk bestätigte einen IT-Vorfall mit abgeflossenen Daten, darunter auch begrenzte Informationen zu klinischen Studienteilnehmern.

• Die Hackergruppe FulcrumSec droht mit der Veröffentlichung weiterer sensibler Unternehmensdaten, nachdem das Unternehmen kein Lösegeld zahlen will.

• Berenberg hat unterdessen das Kursziel erhöht und Novo Nordisk auf „Buy“ belassen.

Der dänische Pharmariese Novo Nordisk ist Ziel eines schwerwiegenden Cyberangriffs geworden. Das Unternehmen bestätigte einen IT-Vorfall, bei dem Angreifer persönliche Informationen aus internen IT-Systemen abgegriffen haben.

Die Hackergruppe FulcrumSec reklamiert die Attacke für sich und droht nun mit der Veröffentlichung hochsensibler Unternehmensdaten, nachdem Novo Nordisk laut Reuters eine Lösegeldforderung über 25 Millionen Dollar abgelehnt haben soll.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Novo Nordisk eingeräumt, dass es zu einem Datenabfluss gekommen ist. Betroffen seien demnach unter anderem begrenzte Mengen an Informationen von Patienten, die an klinischen Studien teilgenommen haben.

Novo Nordisk hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit IT-Sicherheitsexperten Untersuchungen eingeleitet und Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Im Zuge dessen wurden einige interne Systeme vorübergehend offline genommen. Diese sollen nun schrittweise wieder hochgefahren werden.

Besonders brisant: FulcrumSec behauptet, weit mehr als nur Studiendaten erbeutet zu haben. Auf der Darknet-Seite der Gruppe ist von insgesamt 4.748 Quellcode-Repositories, 41.144 Medikamenten oder Bestandteilen mitsamt ihren Strukturen, mehr als 30 proprietären KI-Modellen und 70 zugehörigen Datensätzen die Rede.

Hinzu kommen laut den Angreifern Daten von 163.234 Beschäftigten sowie das konkrete Rezept für Amycretin – ein experimentelles Präparat, das beim Gewichtsverlust noch stärker wirken soll als Ozempic beziehungsweise Semaglutid. Insgesamt beziffert FulcrumSec das erbeutete Datenvolumen auf 1,3 TByte.

Der Blick an der Börse bleibt derweil vor allem auf das operative Geschäft gerichtet. So hat die Privatbank Berenberg das Kursziel für Novo Nordisk von 300 auf 325 dänische Kronen angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen.

Analyst Kerry Holford verwies insbesondere auf den starken Marktstart von Wegovy in Pillenform, das Anfang Januar eingeführt wurde. Sollten nun auch die Absatzvolumina der Injektionslösungen weiter anziehen, hält er sogar eine Anhebung der Jahresziele für möglich.

Novo Nordisk (WKN: A3EU6F)

Die Cyberattacke ist für Novo Nordisk ohne Frage unangenehm, zumal neben sensiblen Studiendaten womöglich auch wertvolle Firmengeheimnisse betroffen sind. Anleger sollten sich dadurch aber nicht verunsichern lassen.

Wichtiger bleibt, ob der Titel den Sprung über das Mai-Hoch und die 200-Tage-Linie schafft. Gelingt dieser Befreiungsschlag, würde sich das Chartbild weiter aufhellen. Unterstützung kommt derweil von der 50-Tage-Linie. Anleger mit Weitblick können die aktuelle Phase weiter zum Kauf nutzen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.

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Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.

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