Novo Nordisk unter Druck: Ein weiterer Analyst zeigt sich skeptischer. BMO Capital hat das Kursziel gesenkt. Der Ozempic-Umsatz dürfte im Quartal unter Druck geraten. Wie schwer wiegen die sinkenden Marktanteile in den USA? Und welche Lizenzdeals kündigte der Konzern zuletzt an?
BMO Capital hat das Kursziel für die Novo-Aktie von 47 auf 40 Dollar reduziert. Die Einstufung "Market Perform" bleibt unverändert. Analyst Evan Seigerman veröffentlichte die Anpassung am Montag.
Die Begründung ist klar: Die Vorjahresvergleiche werden anspruchsvoll, zugleich verliert Novo Nordisk in den USA Marktanteile. Beides dürfte den Ozempic-Umsatz im Quartal belasten.
Hinzu kommt ein Sondereffekt aus dem dritten Quartal 2025. Eine Brutto-Netto-Anpassung von zwei Milliarden dänischen Kronen half dem Konzern, der größte Teil davon entfiel auf Ozempic. Der berichtete Quartalsumsatz stieg dadurch auf 30,7 Milliarden dänische Kronen. Genau dieser Rückenwind dürfte nach Einschätzung des Analysten den Rückgang bei Ozempic in den USA im dritten Quartal 2026 noch verstärken.
Zuvor hatten bereits andere Analysten die Kursziele beziehungsweise ihre Einschätzungen für Novo reduziert.
Die Dänen müssen nun Gas geben. In Korea versucht Novo für Wegovy die Aufnahme in die staatliche Krankenversicherung zu erlangen, um gegenüber Eli Lillys Mounjaro wieder Boden gutzumachen. Seit der Markteinführung in Korea im Oktober 2024 ist Wegovy nicht Teil der staatlichen Erstattung. Bislang müssen Patienten die Behandlung selbst bezahlen. Gelingt die Aufnahme, dürfte das Interesse steigen.
Novo muss aber dringend an weiteren Stellschrauben drehen und mit positiven News aus der Pipeline und/oder einem spannenden Deal punkten. Die Aktie hat sich zuletzt aber stabilisiert und trotz der Kurszielsenkung zu Wochenbeginn zugelegt. Sie setzt damit die Bodenbildungsphase fort. Ein erstes wichtiges positives Signal wäre der Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend. Anleger belassen die Aktie auf der Watchlist.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Heute, 09:02
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