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10.08.2020 Michel Doepke

Moderna, Novavax und Co: Die Zeit rennt...

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MODERNA

Nach Einschätzung von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides könnte ein erster Impfstoff gegen Covid-19 bereits zum Jahresende zur Verfügung stehen. Der Zeitdruck und die Erwartungen die auf den großen Impfstoff-Hoffnungsträgern wie Moderna, Novavax, Astrazeneca oder BioNTech lasten, sind hoch.

"Auch wenn Vorhersagen zum jetzigen Zeitpunkt noch riskant sind, haben wir doch gute Hinweise, dass der erste Impfstoff gegen Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres verfügbar sein wird", sagte EU-Gesundheitskommissarin Kyriakides dem Handelsblatt.

Schwierig zu prognostizieren

Der Impfstoff könne zwar nicht auf Anhieb alle Probleme lösen, sagte die EU-Kommissarin. Aber er werde es "schrittweise erlauben, zur Normalität zurückzukehren", wenn eine "kritische Masse von Bürgern insbesondere in den Risikogruppen" geimpft worden sei. Unter Wissenschaftlern ist unklar, wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte. Theoretisch könnte eine Entwicklung auch noch Jahre dauern oder sogar ganz scheitern. 

MODERNA (WKN: A2N9D9)

Mit mehreren 100 Prozent Kursplus binnen weniger Monate trumpfen Moderna und BioNTech auf. Beide Unternehmen setzen auf den mRNA-Ansatz zur Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. Erste Daten waren vielversprechend. Läuft alles nach Plan, könnte BioNTech bereits im Oktober ein Zulassungsverfahren einzuleiten.

New York Times

Doch Moderna und BioNTech sind nicht allein. Laut der New York Times befinden sich bereits über 165 Corona-Impfstoff-Kandidaten in der klinischen Entwicklung. Darunter befindet sich auch Astrazeneca in Kooperation mit der Universität Oxford und der Impfstoff-Spezialist Novavax.

Novavax (WKN: A2PKMZ)

BioNTech, Moderna und Co liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In Sachen Performance ist definitiv Novavax auf der Überholspur. Der AKTIONÄR-Tipp liegt inzwischen 2.100 Prozent im Plus. Restposition halten, Zukäufe zurückstellen. Auf ein attraktives Langfrist-Niveau sind inzwischen die Aktien der mRNA-Spezialisten BioNTech und Moderna gefallen. Ausnahmslos mutige, mit Weitblick agierende Anleger können noch zugreifen. Der Pharma-Konzern Astrazeneca bleibt ohnehin langfristig aufgrund der starken Produktpipeline – insbesondere in der Onkologie – interessant.

(Mit Material von dpa-AFX)