Die Aktie von Moderna hat sich seit Mitte August fulminant entwickelt. Starke Studiendaten bei einem personalisierten Krebsimpfstoff sorgten für einen gewaltigen Kurssprung bei der Aktie. Zuletzt wurde das Papier aber etwas ausgebremst. Auch eine skeptische Analysteneinstufung sorgte für Druck.
Diese kam aus dem Hause Rothschild & Co Redburn. Analyst Simon Baker hat die Aktie von Moderna von „Neutral“ auf „Sell“ herabgestuft, er sieht die Aktie nun als „deutlich überbewertet“ an.
Moderna hatte im vergangenen Monat mitgeteilt, dass Intismeran in der Phase-3-Studie INTerpath-001 bei Patienten mit operiertem Melanom die wesentlichen Studienziele erreicht habe. Daraufhin schnellte die Aktie am 19. August in einer Sitzung um fast 180 Prozent nach oben. Der Börsenwert des mRNA-Impfstoffherstellers stieg dabei um mehr als 44 Milliarden Dollar.
Baker stufte Moderna von „Neutral“ auf „Sell“ herab. Sein Kursziel hob er dennoch von 40 auf 81 Dollar an. Im Vergleich zum aktuellen Kurs entspricht dies jedoch fast einer Halbierung. Unter den führenden Analystenhäusern bewertet nur JPMorgan die Aktie von Moderna ebenfalls mit "Sell". Das Kursziel von JPMorgan liegt bei 77 Dollar.
Die Studienergebnisse seien zweifellos gut und bauten auf früheren Erfolgen auf, erklärte Baker. Das Ausmaß der Kursreaktion sei jedoch nicht zu rechtfertigen und habe die Aktie deutlich überbewertet. Nach Bakers Einschätzung unterstellt der Markt inzwischen, dass Intismeran bei nahezu allen Tumorarten eingesetzt werden kann. Diese breite Anwendung sei bislang nicht belegt. Die mRNA-basierte Therapie wird in neun weiteren klinischen Studien untersucht.
DER AKTIONÄR hat zuletzt im AKTIONÄR-Depot Teilgewinne mitgenommen, die Restposition bleibt aber im Depot. Kann Moderna tatsächlich im Onkologie-Bereich weiter punkten, bleiben die langfristigen Aussichten stark. Die Aktie wäre dann für weitere deutliche Kursanstiege in jedem Fall gut. Allerdings ist hier Geduld gefragt. Die Aktie bleibt eine spekulative Wette auf weitere positive News.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna.
Aktien von Moderna befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
05.09.2026, 14:00
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