Die Aktie des Leverkusener Traditionskonzerns kann sich dem schwachen Gesamtmarkt nicht entziehen und ist am Donnerstag auf ein frisches Mehrmonatstief gefallen. Erneut gute Nachrichten aus der Pharma-Division können dem DAX-Titel nicht unter die Arme greifen.
Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat den ergänzenden Antrag auf Marktzulassung für Finerenon (Kerendia) zur Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) ohne Diabetes zur Prüfung angenommen. Der zusätzliche Antrag basiert auf den positiven Ergebnissen der Phase-3-Studie FIND-CKD. Bayer konnte hier demonstrieren, dass Finerenon zusätzlich zur Standardtherapie im Vergleich zu Placebo das Fortschreiten der Nierenerkrankung signifikant verzögerte und kardiovaskuläre Nierenereignisse reduzierte.
Kerendia ist einer der wichtigsten Wachstumstreiber im Pharma-Portfolio des DAX-Konzerns. Allein im zweiten Quartal steigerte Bayer die Einnahmen mit dem Medikament um rund 80 Prozent auf 329 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres betrug das nominale Plus gut 75 Prozent auf 603 Millionen Euro.
Mit angestrebten Zulassungserweiterungen wie der jüngsten in den USA kann das Unternehmen das Erlöspotenzial weiter ausbauen. In über 100 Ländern weltweit konnte Bayer für das Mittel bereits Vertriebsgenehmigungen erhalten.
Charttechnisch massiv angeschlagen
Ende September ist die Bayer-Aktie mit einem Ausbruchsversuch aus einer mehrwöchigen engen Seitwärtsrange gescheitert. Seitdem befindet sich der DAX-Titel auf Talfahrt. Inzwischen notiert das Papier auf dem tiefsten Stand seit Ende Juni und droht bis in den Bereich um 40 Euro abzurutschen.
DER AKTIONÄR hat in den zurückliegenden Wochen immer wieder darauf hingewiesen, dass im Kurs der Bayer-Aktie viele Vorschusslorbeeren eingepreist sind. Auch aus charttechnischer Sicht überwiegen nun die Abwärtsrisiken. Die 200-Tage-Linie bei 43,13 Euro (blau) muss halten. Anleger bleiben weiter an der Seitenlinie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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