Das war kein guter Tag für die Xiaomi-Aktie. Heute ging es in Hongkong für die Aktie bis zu 3,4 Prozent abwärts. Letztendlich ging es mit einem Minus von 2,1 Prozent aus dem asiatischen Handel. Für AKTIONÄR-Leser gibt es aber auch einen Lichtblick.
Auslöser ist der Start der neuen SkyNomad-SUVs. Dabei lief der Verkaufsauftakt zu Wochenbeginn zunächst stark. Innerhalb von vier Minuten lagen mehr als 10.000 verbindliche Bestellungen vor. Anleger fürchten offenbar trotzdem, dass Xiaomi den ohnehin harten Preiskampf in China weiter verschärft und dabei bei den Margen unter Druck gerät.
Die chinesische Autoindustrie kommt nicht zur Ruhe. BYD, Li Auto und Leapmotor verlieren am Dienstag ebenfalls. Bei Xiaomi fällt der Rückgang mit zeitweise 3,4 Prozent allerdings besonders deutlich aus.
Der Grund: Mit der SkyNomad-Reihe greift der Konzern nun auch im Segment großer Familien-SUVs an. Dort liefern sich etablierte Hersteller und junge Elektroauto-Marken bereits einen aggressiven Preiskampf.
Xiaomi setzt auf den Preis
Die neuen Modelle N70 und N90 sind keine reinen Elektroautos. Sie verfügen über einen sogenannten Range Extender, also einen Verbrennungsmotor, der bei leerer Batterie Strom erzeugt, die Räder aber nicht direkt antreibt. Damit will Xiaomi Kunden ansprechen, denen die Reichweite reiner Elektroautos noch nicht genügt.
Der Einstiegspreis des N70 Pro liegt bei 209.900 Yuan. Das entspricht umgerechnet rund 26.000 Euro. Der N70 Max kostet 239.900 Yuan, der siebensitzige N90 Max 269.900 Yuan. Die teuerste Variante, der N90 Max Explorer Edition mit Camping-Funktion, kommt auf 299.900 Yuan. Die Preise der Max-Versionen liegen damit teilweise deutlich unter den zuvor genannten Vorverkaufspreisen. Das spricht für einen offensiven Verkaufsstart, erhöht aber zugleich den Druck auf die Profitabilität.
Die ersten Zahlen sind ermutigend. Für die Anleger zählt jedoch mehr als die reinen Auslieferungen. Xiaomi muss zeigen, dass die neuen Fahrzeuge auch einen vernünftigen Ergebnisbeitrag liefern. Xiaomi verfügt über eine starke Marke, ein wachsendes Ökosystem und mit dem Autogeschäft über einen zusätzlichen Wachstumstreiber. Die laufende Empfehlung bleibt bestehen. AKTIONÄR-Leser können den aktuellen Rücksetzer zudem gelassen sehen: Da die Empfehlung im Heft im Juli bei 2,88 Euro kam, liegen Käufer aktuell mit der Aktie immer noch im Plus.
08.09.2026, 20:41
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