05.07.2019 Michel Doepke

Wasserstoffperle Nel: Ist die Aktie viel zu teuer?

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Nel ASA
Trendthema

Nel bringt inzwischen wieder rund eine Milliarde Euro an Marktkapitalisierung auf die Börsenwaage. Und das trotz des Vorfalls an der Wasserstofftankstelle bei Oslo, die die Anleger zwischenzeitlich in Panik versetzte. Nun richtet sich der Blick nach vorn, denn dem norwegischen Unternehmen gehört die Zukunft. DER AKTIONÄR zeigt auf, was die Analysten in den kommenden Jahren beim Wasserstoff-Player in Sachen operativer Entwicklung erwarten.

Das zweite Quartal 2019 ist auch bei Nel passé. Aller Voraussicht nach dürften die Norweger im August wieder die Bücher öffnen und Bilanz ziehen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr publizierte Nel die Ergebnisse zum zweiten Quartal am 23. August. So gut wie sicher ist, dass Nel im zweiten Quartal erneut einen Verlust ausweisen muss. Im Schnitt rechnen die bei der Nachrichtenagentur Bloomberg geführten Analysten mit einem Quartalsumsatz von 13,4 Millionen Euro.

Umsatzvervielfachung möglich

Doch bei Nel sollte nicht die kurzfristige operative Entwicklung im Fokus stehen, sondern die langfristigen Perspektiven. Und da gehen die Analysten umsatzseitig von von einer Vervielfachung des Umsatzes aus. Im Jahr 2021 sollen dann schwarze Zahlen geschrieben werden.

Bloomberg

Dass Nel rote Zahlen schreibt, ist (noch) zu verschmerzen. Hohe Investitionen in die Weiterentwicklung der bestehenden Technologien und das Hochfahren der Produktionsstätten kosten nun einmal Zeit und Geld. Per Ende des ersten Quartals 2019 verfügte Nel über liquide Mittel in Höhe von 743,2 Millionen Norwegische Kronen (gut 77 Millionen Euro).

Nel ASA (WKN: A0B733)

Aus fundamentalen Gesichtspunkten ist die Nel-Aktie natürlich kein Schnäppchen mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 17 und Verlusten. Doch an der Börse wird bekanntlich die Zukunft gehandelt. Charttechnisch ist eine Konsolidierung jedoch inzwischen überfällig. Dabeibleiben!