21.05.2019 Michel Doepke

Wasserstoffperle Nel: Darum ist das Unternehmen so einzigartig

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Nel ASA
Trendthema

Wasserstoff – der Energieträger der Zukunft? An der Frage scheiden sich die Geister, gerade wenn es um den Einsatz in der Mobilität geht. Doch Wasserstoff könnte insbesondere in der Industrie für einen Paradigmenwechsel sorgen. Schließlich entstehen bei der Herstellung von Stahl, Düngemitteln und Co immense Emissionen, wenn die Produktion nicht mit erneuerbaren Energien abläuft. Und hier kommt Nel ins Spiel. Die Norweger sind der Spezialist, wenn es um die passende Technologie geht.

Ohne Elektrolyse geht nichts

Um aus Strom (aus erneuerbaren Energien) "grünen" Wasserstoff zu gewinnen, braucht es die Elektrolyse. In einem weiteren Schritt kann der gespaltene Wasserstoff zu Methan weiterverarbeitet werden.

Dieser Prozess könnte in unserer modernen Energiewelt mit immer größeren Anteilen an erneuerbaren Energien im Strommix eine enorm wichtige Rolle spielen und überschüssigen Strom sinnvoll in speicherbare Energieträger umwandeln.

Nel einer der Top-Profiteure?

Um den Prozess überhaupt starten zu können, braucht es einen Elektrolyseur. Das Problem: hohe Kosten und relativ überschaubare Wirkungsgrade. Doch auch Nel arbeitet daran: "Es ist gut für den Markt, dass es mehrere Anbieter gibt. Es spornt uns auch an, innovativ zu sein und die Kosten zu senken", so Nel-Chef Jon André Løkke gegenüber dem AKTIONÄR.

Einen Trumpf, den die Norweger in der Hand haben, ist die Erfahrung. "Einer unserer großen Vorteile gegenüber unseren Rivalen in der Elektrolyse besteht darin, dass wir viel länger als jeder andere dabei sind, sowohl bei alkalischen als auch bei PEM-Elektrolyseuren", erklärt der Firmenlenker. "Darüber hinaus haben wir seit der Gründung im Jahr 1927 Großanlagen entwickelt, so dass die Elektrolyse im großen Maßstab im Wesentlichen in unserer DNA enthalten ist. Wir haben auch effiziente, zuverlässige und robuste Systeme."

Aktie mit hoher Relativer Stärke

Der Markt hat die starken Zukunftsaussichten in den verngagenen Monaten bei der Nel-Aktie eingepreist. Nun muss das Management an die jüngste Auftragsserie anknüpfen, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen. Neueinsteiger sollten unbedingt einen größeren Kursrücksetzer vor einem Einstieg abwarten.