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05.01.2022 Martin Mrowka

TUI will wachsen – und geht dafür neue Wege

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TUI

Der angeschlagene Reise-Konzern will nach Jahren des Schrumpfens wieder wachsen, wenn die Corona-Pandemie ad acta gelegt wird. Für diese Expansion wird TUI auch eigene Fonds auflegen. Statt etwa neue Hotels wie bislang weitgehend selbst zu finanzieren, will der Touristik-Konzern nun Gelder von Investoren nutzen. Die TUI-Aktie gewinnt weiteres Terrain hinzu.

TUI will in den kommenden Jahren mehr als 100 neue Hotels bauen und plant bis zu sechs neue Kreuzfahrtschiffe, so jedenfalls Schätzungen von Branchen-Insidern. Da der Konzern derartige Investitionen wegen seiner hohen Schulden (fast 5 Milliarden Euro netto per Ende September) nicht stemmen kann, plant TUI nun eine andere Finanzierung.

Der Konzern legt eigene Fonds auf. "Genug Geld ist im Markt und wir haben bereits sehr konkrete Interessenten", bestätigte Strategie-Vorstand Peter Krüger laut einer Vorabmeldung der WirtschaftsWoche.

Das neue System sieht Krüger als "Win-Win-Konstellation". Demnach suche TUI ein angefangenes oder fertiges Hotel oder stößt einen Neubau an und betreibt das Haus. Die Geldgeber erhalten dann eine Rendite für die Finanzierung.

"Unsere Integration nimmt für Investoren den überwiegenden Teil des Risikos heraus“, wirbt Krüger laut WiWo. Denn die TUI vermarkte die Zimmer nicht nur, so wie Hilton, Accor oder andere Hotelkonzerne: "Wir können dank unserer Airline und der Veranstalter auch dafür sorgen, dass die Kunden an den entsprechenden Ferienort gelangen."

TUI (WKN: TUAG00)

Die Investitionspläne von TUI sind ein weiteres Hoffnungssignal, dass es der in arge Finanznot geratene Touristik-Riese in die Post-Corona-Ära schaffen kann. Für die professionellen Fonds-Investoren dürfte der überwiegende Teil des Risikos herausgenommen werden. Strategievorstand Krüger arbeitete bis 2017 als Investmentbanker bei der Deutschen Bank, sollte sein Finanzhandwerk also beherrschen.

Für Privatanleger bleibt die TUI-Aktie dennoch ein heißes Eisen. Noch läuft der Wert in einem Abwärtstrendkanal. Erst oberhalb von 3,20 Euro würde sich die charttechnische Situation bessern. DER AKTIONÄR beobachtet den Wert.

Behandelte Werte

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