Im Tagesverlauf bauen die Ölpreise ihre Gewinne aus. Zur Stunde steigt die Nordsee-Sorte Brent wieder über die Marke von 91 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Ende Juli. Erneut sind es jüngste Entwicklungen im Nahen Osten, die für Sorgenfalten und damit steigende Notierungen bei den Ölpreisen sorgen.
Mit einer scharfen Drohung hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf den Oman erhöht. Das Sultanat soll derzeit mit dem Iran klären, wie künftig die Schifffahrt durch die Straße von Hormus geregelt sein soll – bisher ohne Einigung. "Wenn der Oman uns in die Quere kommt, werden wir ihn in Grund und Boden bombardieren", sagte Trump dem Sender Fox News. Der Oman ist bislang keine aktive Kriegspartei.
Das zwischen Teheran und Washington ausgehandelte Rahmenabkommen sah vor, dass der Oman und der Iran gemeinsam eine Lösung für die Schifffahrt finden – in Absprache mit den Anrainerstaaten und unter Berücksichtigung internationalen Rechts. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde bisher aber nicht verkündet.
US-Präsident Trump sagte weiter, trotz der im Rahmenabkommen festgesetzten und mittlerweile abgelaufenen 60-Tage-Frist für vertiefte Verhandlungen mit dem Iran stehe er nicht unter Druck. "Ich habe es nicht eilig", erklärte er. Dem Iran legte er nahe, angesichts des wachsenden Drucks die Weiße Fahne zu hissen. "Es sind gute Pokerspieler, aber sie gehen zugrunde."
Entspannungssignale im Konflikt mit dem Iran sehen klar anders aus. Der Markt quittiert die Aussagen von Trump mit steigenden Preisen bei Brent (Nordseesorte) und WTI.
Eine nachhaltige Lösung im Iran-Krieg ist derzeit schwer zu prognostizieren. Die jüngsten Aussagen Trumps lassen nicht gerade auf eine baldige Einigung zwischen Washington und Teheran hoffen. DER AKTIONÄR wird die weiteren Entwicklungen verfolgen und bei wichtigen Ereignissen rund um den Iran-Krieg und damit verbundenen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte berichten.
Enthält Material von dpa-AFX
17.08.2026, 20:36
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