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Deutsche Autohersteller: Aufholjagd?!

Deutsche Autohersteller: Aufholjagd?!
Foto: Xiaomi
Bayerische Motoren Werke AG -%
Jochen Kauper 05.04.2024, 16:00 Jochen Kauper

Mit dem SU7 hat der Smartphonehersteller Xiaomi das Spielfeld der Elektroauto-Player betreten. Die Konkurrenz für Mercedes-Benz, BMW und Co wird noch größer. Wo stehen die deutschen Autohersteller?

Die dicken Auftragspolster aus den letzten Jahren sind längst abgearbeitet, die Konjunktur in Europa lahmt. Gleichzeitig wird der Druck der innovativen E-Mobility-Player aus China immer größer. Während die Masse auf BYD, Geely, MG oder Great Wall blickt, sind mittlerweile die Elektroautos der Smartphonehersteller Xiaomi und Huawei der neuste Schrei. Huawei punktet mit seiner EV-Marke Aito, Xiaomi rollte vor Kurzem seinen neuen Stromer SU7 aus. „Mit dem Xiaomi SU7 heißt es ‚warm anziehen‘ für die deutschen Autohersteller. Xiaomi und Huawei gehen mit wegweisenden Innovationen und sehr großen Budgets in den Automarkt. Das intelligente Auto und Smart Cockpit sind wahre Revolutionen und chinesische Unternehmen rollen diese Innovationen großskaliert aus“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber dem AKTIONÄR.

Software im Auto wird in der Zukunft immer wichtiger, sei es für Assistenzsysteme beim Fahren oder das Infotainment, sprich Unterhaltung oder reine Information. Es wird ein Milliardenbusiness. Und die deutschen Hersteller müssen schleunigst handeln, um diesen Zug beziehungsweise den Anschluss nicht zu verpassen. „Das Auto entwickelt sich von einem statischen Netzwerk von Softwaresystemen, die von beweglicher Hardware umhüllt sind, zu einem intelligenten, supervernetzten mobilen elektronischen Gerät“, sagt Lee Simpson von Morgan Stanley. Soll heißen: Die Zukunft wird von Automobilherstellern dominiert, die die Software erfolgreich in den Mittelpunkt ihrer Designentscheidungen stellen. Huawei und Xiaomi setzen mit ihren vernetzten Stromern also neue Maßstäbe.

Die eigens entwickelte Software läuft auf dem Smartphone und im Auto. Alle Geräte sind untereinander vernetzt. Was die deutschen Hersteller derzeit in dieser Hinsicht anzubieten haben, ist eher Durchschnitt, Standard. Innovationen? Fehlanzeige! Kein Wunder, dass der deutsche Leitindex DAX von einem Hoch zum Nächsten eilt, während Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen unter der Last der immer stärker werdenden Konkurrenz, hohen Investitionen und neuen Kundenstandards ächzen und zum Teil noch meilenweit unter ihren Höchstkursen notieren.

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