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11.11.2020 Marion Schlegel

Continental: Rasante Aufholjagd

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Continental

Die Aktien von Continental sind am Mittwoch nach Veröffentlichung der Quartalszahlen sowie einer neuen Jahresprognose zunächst deutlich unter die Räder gekommen. Auf der Handelsplattform Tradegate sackten die Anteilsscheine des Autozulieferers und Reifenherstellers um bis zu 6,6 Prozent auf 100 Euro ab. Zuletzt konnte das Papier aber fast alle Verluste wieder aufholen. Am späten Nachmittag notiert die Aktie von Continental 0,5 Prozent im Minus bei 106,60 Euro.

Continental (WKN: 543900)

Continental traut sich nach dem dritten Quartal wieder eine Jahresprognose zu. Der DAX-Konzern will im deutlich von der Corona-Krise belasteten 2020 nun einen Umsatz von rund 37,5 Milliarden Euro erzielen, so das Unternehmen. Im vergangenen Jahr hatte Continental noch 44,5 Milliarden Euro erlöst. Um Sondereffekte bereinigt soll die operative Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern 3,0 Prozent erreichen, nach 7,4 Prozent im Vorjahr. Mit den Werten liegt Conti wie von Finanzanalysten erwartet.

Die besonders von der Covid-19-Pandemie belastete Autozuliefersparte dürfte im Jahr einen operativen Verlust einfahren. Im vierten Quartal würden erwartete Rückstellungen für Gewährleistungen und höhere Forschungs- und Entwicklungskosten in der Sparte stärker belasten als bisher angenommen, warnte das Unternehmen.

Goldman-Sachs-Analystin Gungun Verma bezeichnete den Ausblick als weitgehend wie erwartet. Das operative Ergebnis im vierten Quartal dürfte aber mit den angekündigten Sonderfaktoren einen deutlichen Schritt zurück machen. Die Prognose für das Geschäft mit Reifen und Kunststofftechnik liege jedoch besser als die Marktschätzungen. Investoren könnten aber zuvor insgesamt positiver gestimmt gewesen sein.

Die Aktie von Continental hat sich in der laufenden Woche extrem stark entwickelt. Angesichts hoffnungsvoller Impfstoffneuigkeiten griffen Anleger wieder bei lange geschmähten Corona-Verlieren an der Börse zu. Rund 15 Prozent ging es nach oben auf das höchste Niveau seit Februar dieses Jahres. Zuletzt gelang dem Papier mit dem Ausbruch über die 100-Euro-Marke sowie die 200-Tage-Linie ein Kaufsignal. Anleger lassen die Gewinne laufen.