Die Airbus-Aktie zeigt sich zum Wochenauftakt schwächer. Mehrere Analysten treten auf die Bremse, senken Kursziele und sorgen mit vorsichtigeren Einschätzungen für Druck auf den Titel. Selbst ein Großauftrag aus den USA konnte die Aktie in der vergangenen Woche nicht beflügeln. Wie sollten Anleger nun handeln?
Jefferies-Analystin Chloe Lemarie hat den Flugzeugbauer von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und das Kursziel von 230 auf 215 Euro gesenkt. Sie begründete den Schritt in einer aktuellen Branchenstudie am Freitag mit der guten Kursentwicklung der Aktie sowie mit zunehmenden Währungs- und bestehenden Geschäftsrisiken. Ihre Präferenz liege aktuell stärker im Rüstungssektor.
Auch JPMorgan senkte zuletzt den Daumen beim Kursziel: Analyst David Perry reduzierte sein Ziel für Airbus von 255 auf 240 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf „Overweight“. Er passte seine Schätzungen an geringere Flugzeug-Auslieferungen sowie an den anhaltend schwachen US-Dollar an.
Konsens bullish
Für etwas Unterstützung sorgt zum Wochenauftakt Goldman Sachs: Analyst Sam Burgess bestätigte seine Kaufempfehlung für Airbus, senkte allerdings das Kursziel leicht von 250 auf 240 Euro.
Der Analystenkonsens ist für die Aktie weiter positiv gestimmt: Bei Bloomberg gibt es 20 Kaufempfehlungen, achtmal die Einstufung „Hold“ und nur ein Verkaufsvotum. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 230 Euro rund 19 Prozent über dem Schlusskursnivau.
Großauftrag beflügelt nicht
Selbst ein neuer Großauftrag aus den USA am Dienstag konnte die Aktie nicht stützen. Delta Air Lines bestellte insgesamt 31 Langstreckenflugzeuge, darunter 16 Maschinen des Typs A330-900 sowie 15 Exemplare des A350-900. Damit wächst die Großraumflotte der US-Airline auf 134 Airbus-Jets.
Der Deal unterstreicht die langjährige Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen. Delta betreibt bereits mehr als 500 Airbus-Flugzeuge aller Produktfamilien vom A220 bis zum A350-900. Der aktuelle Auftragsbestand umfasst rund 200 weitere Maschinen, darunter auch das größere Modell A350-1000.
Nach der starken Rally ist eine Konsolidierung normal und gesund. Anleger, die der AKTIONÄR-Empfehlung im April gefolgt sind, liegen 40 Prozent im Plus und bleiben an Bord. Die 200-Tage-Linie bei rund 185 Euro sollte ein Auffangnetz bieten.
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