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04.08.2020 Benedikt Kaufmann

Sony: PlayStation unglaublich stark

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Sony

Kurz vor der Einführung der PlayStation 5 rettet der alte Vorgänger Sony das Quartal. Unglaubliche 50 Prozent legte der operative Gewinn der Gaming-Sparte zu. Krisenbedingte Rückgänge in anderen Bereichen konnten so gut abgefedert werden.

Sonys Konzerngewinn stieg in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 53,3 Prozent auf 233,2 Milliarden Yen (1,9 Milliarden Euro). Der Umsatz erhöhte sich um 2,2 Prozent auf 1,97 Billionen Yen.

Im Spiele-Bereich sprang der Umsatz um fast ein Drittel auf 606 Milliarden Yen hoch. Zum einen verzeichnete das Geschäft mit Videospielen in der Pandemie insgesamt kräftige Zuwächse – zum anderen gab es mit "The Last of Us Part II" ein neues exklusives PlayStation-Game. Der operative Gewinn stieg von 74 auf 124 Milliarden Yen. Sony bereitet sich jetzt auf die Markteinführung der PlayStation 5 zum Weihnachtsgeschäft vor. Die Verkäufe der aktuellen PlayStation 4 sinken entsprechend bereits seit einiger Zeit.

Sonys Geschäft mit Filmen und TV-Sendungen trug trotz geschlossener Kinos ebenfalls 24 Milliarden Yen zum Quartalsergebnis bei – dank der gestiegenen Einnahmen im Fernsehbereich. Zugleich rechnet Sony bereits damit, dass die negativen Effekte der Corona-Krise im Filmgeschäft noch zwei bis drei Jahre zu spüren sein werden.

Im Elektronik-Geschäft, der einstigen Kernsparte von Sony, sackte der Umsatz um 31 Prozent auf rund 332 Milliarden Yen ab. Die Corona-Krise habe zu niedrigeren Verkäufen von Digitalkameras, Fernsehgeräten sowie anderer Audio- und Videotechnik geführt. Beim operativen Ergebnis gab es einen Verlust von 9 Milliarden Yen statt der 25 Milliarden Yen Gewinn ein Jahr zuvor. Im Rest des Geschäftsjahres hofft Sony auf ein besseres Ergebnis in der Sparte dank Sparmaßnahmen.

Bei Kamerasensoren gab es im vergangenen Quartal einen Umsatzrückgang von elf Prozent auf gut 206 Milliarden Yen, das operative Ergebnis halbierte sich mit rund 25 Milliarden Yen. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Sony in der Sparte mit einem Umsatzrückgang von sieben Prozent.

Verhaltene Gewinnprognose

Im gesamten Konzern erwartet Sony für das noch bis Ende März 2021 laufende Geschäftsjahr nun mit einem Gewinnrückgang von 12,4 Prozent auf 510 Milliarden Yen. Unter anderem erwartet Sony ein schlechteres Geschäft bei seinen Kamera-Sensoren. Sie kommen in Smartphones vieler Hersteller zum Einsatz, der Handy-Markt steht gegenwärtig aber unter Druck.

Die aktuelle Stärke der alten PlayStation lässt erahnen, wieviel Potenzial die neue Konsolengeneration mit sich bringt. Insbesondere Exklusivtitel sind ein margenstarker Gewinntreiber – und genau diese Verkäufe dürfte die neue Konsole anfeuern. Die Sony-Aktie läuft weiter – Anleger bleiben dabei und lassen die Gewinne laufen.

Sony (WKN: 853687)

Mit Material von dpaAFX.