17.09.2019 Benedikt Kaufmann

Sony: Management wehrt sich gegen Hedgefonds

-%
Sony
Trendthema

Die Geschäftsführung von Sony stellt sich entschieden gegen die Forderungen des Hedgefonds Third Point, das Halbleitergeschäft abzuspalten.  Das „japanische Kronjuwel und Technologie-Champion“ soll weiterhin als wichtiger Wachstumstreiber im Konzern gehalten werden.

Der Vorstand habe einstimmig beschlossen, dass der Erhalt der Sparte die beste Strategie sei, um den Unternehmenswert langfristig zu steigern, hieß es am Dienstag in einem Brief an die Aktionäre. Mittel- bis langfristig dürften die aus der Sparte generierten Mittel auch die darin nötigen Investitionen tragen.

Der aktivistische Finanzinvestor Third Point unter Daniel Loeb hatte zuletzt nach einem Milliarden-Investment in den japanischen Konzern eine Abspaltung der „Imaging & Sensing Solutions“ genannten Sparte gefordert. Seiner Einschätzung nach sei die Sparte sowie der ganze Konzern unterbewertet.

Er forderte daher, die Sparte abzuspalten und unter dem Namen „Sony Technologies“ an die Börse in Japan zu bringen. Sony selbst sollte als "führendes globales Unterhaltungsunternehmen" neu ausgerichtet werden. Daneben empfahl der Investor den Verkauf der Anteile an Sony Financial, M3 Inc, Olympus und Spotify.

DER AKTIONÄR hatte jedoch bereits erwartet, dass das Management der zentralen Forderung von Loeb nicht nachgeben werde (siehe aktuelle Ausgabe). Doch allein der Verkauf von Beteiligungen könnte sich für die Aktionäre lohnen. Zudem sorgt Loeb dafür, dass Anleger nach dem eigentlichen Wert der Sony-Geschäfte fragen.

In seiner aktuellen Ausgabe 38/2019 kommt DER AKTIONÄR in einer „Sum-of-the-Parts“-Bewertung auf einen Unternehmenswert von 8.022 Yen je Aktie. Potenzial – auch wenn das Konglomerat mitsamt der Halbleiter-Cash-Cow bestehen bleibt.

Einzelheiten zur Gesamtbewertung des Konzerns und dem Wert der einzelnen Sony-Beteiligungen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe.

Sony (WKN: 853687)

Mit Material von dpaAFX.