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27.01.2021 Emil Jusifov

SAP: Übernahme!

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SAP

Europas größter Softwarehersteller SAP will mit dem Kauf des Berliner Start-Ups Signavio sein Profil schärfen. Die Übernahme des auf Geschäftsprozessverbesserung spezialisierten Unternehmens soll noch im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden, wie das DAX-Schwergewicht am Mittwoch mitteilte.

In der heutigen dynamischen Geschäftswelt bräuchten Unternehmen aller Größen die Fähigkeit, sich schnell an wandelnde Gegebenheiten anzupassen, sagte SAP-Finanzchef Luka Mucic. Mit Signavio könne SAP ein umfassendes Paket für den Wandel in Unternehmen bereitstellen, hieß es vom Unternehmen. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte in dieser Woche bereits über entsprechende Übernahmepläne der Walldorfer berichtet, wonach Signavio mit rund einer Milliarde Euro bewertet werden könnte.

Es gehört zur Strategie von SAP-Chef Christian Klein, den Konzern mit seinen vielen Angeboten stärker auf die Bedürfnisse der Kunden zu trimmen. Ein zentraler Bestandteil davon ist die Stärkung der Angebote rund um bessere Geschäftsprozesse. Signavio ist auf diesen Bereich ausgerichtet und bietet Software für das Prozess- und Entscheidungsmanagement zur Nutzung aus dem Internet über die Cloud an. Die Software von Signavio soll Schwachstellen in Arbeitsabläufen aufdecken und beseitigen helfen.

Qualtrics erhöht Preisspanne

Zudem wurde am Montag bekannt, dass die Tochter Qualtrics vor dem Börsengang die Preisspanne auf 27 bis 29 Dollar - von bislang 22 bis 26 Dollar - erhöht hat. Damit dürften die Einnahmen aus dem Börsengang bei bis zu 1,7 Milliarden Dollar liegen und der Börsenwert dürfte sich im besten Fall auf rund 15 Milliarden Dollar belaufen. SAP behält nach dem Börsengang 84 Prozent der Qualtrics-Aktien. Die Übernahme von Qualtrics kostete SAP deutlich weniger - knapp acht Milliarden Dollar.

SAP (WKN: 716460)

SAP bleibt seiner Strategie treu und gliedert Unternehmensteile und Töchter aus, die nicht unmittelbar im Kerngeschäft von SAP anzusiedeln sind. Auf der anderen Seite sorgen die Walldorfer mit gezielten Zukäufen, wie der Übernahme von Signavio, für die optimale Ergänzung des bestehenden Produktportfolios und steigern damit zugleich ihre Wettbewerbsfähigkeit. DER AKTIONÄR empfiehlt Investierten, dabeizubleiben. Auch Neueinsteiger können nach dem gestrigen Kaufsignal zugreifen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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