7 Chancen auf 111 Prozent
13.09.2020 Emil Jusifov

Nvidia: Paukenschlag am Wochenende

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Nvidia

Eines der wichtigsten Unternehmen für die Smartphone-Industrie, der Chip-Designer Arm, steht laut Medienberichten vor der Übernahme durch den Grafikkarten-Spezialisten Nvidia. Der Kaufpreis solle über 40 Milliarden Dollar liegen, der Deal könne in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden, berichteten das Wall Street Journal, die New York Times und die Financial Times am Wochenende.

Der aktuelle Eigentümer, der japanische Technologie-Konzern Softbank , hatte für die britische Firma vor vier Jahren 32 Milliarden Dollar bezahlt.

Von Arm stammt die Grund-Architektur der Chips, die in praktisch allen Smartphones und den weitaus meisten Tablet-Computern verwendet werden. Auf Basis der Arm-Designs entwickeln unter anderem Apple und Samsung die Prozessoren für ihre Smartphones. Auch der Chipkonzern Qualcomm, dessen Prozessoren in vielen Android-Telefonen stecken, greift darauf zurück.

Nvidia wurde mit Grafikkarten für PCs groß - vor einigen Jahren stellte sich jedoch heraus, dass die Technologie der Firma sehr gut für maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz eingesetzt werden kann. Das brachte dem Nvidia-Geschäft einen neuen Schub. Die Firma entwickelt inzwischen auch Computer für Fahrassistenz-Systeme im Auto und autonomes Fahren

Nvidia (WKN: 918422)

Die Aktie von Nvidia könnte nach Einschätzung des AKTIONÄR aufgrund des hohen Kaufpreises kurzfristig unter Druck geraten.

Langfristig könnte sich der Deal für Anleger jedoch lohnen. Nvidia dürfte die Übernahme von ARM gemessen an Umsätzen und Gewinnen zum einen der mächtigsten Chipkonzerne der Welt machen. Anleger bleiben an Bord und beachten den Stopp bei 370 Euro.

Für die Softbank, ebenfalls eine Empfehlung des AKTIONÄR, könnte der hohe Verkaufserlös die Liquiditätsprobleme endgültig begraben und die Aktie weiter antreiben. Auch in diesem Falle heißt es für Anleger: Dabeibleiben!

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Nvidia