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05.06.2020 Thobias Quaß

Erster US-Tech-Börsengang 2020: ZoomInfo plus 62 Prozent

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ZoomInfo Technolo...

Das Datenbank-Unternehmen ZoomInfo hat am gestrigen Donnerstag den dieses Jahr ersten Tech-Börsengang in den USA während der Coronakrise hingelegt. Die 44,5 Millionen emittierten Aktien sind für 21 Dollar an Investoren gegangen – bei einer Preisspanne von 19 bis 20 Dollar. Am ersten Handelstag legte die Aktie anfänglich an die 100 Prozent zu.

Am Ende des gestrigen Börsentages hat sich die Aktie von ZoomInfo – nicht zu verwechseln mit dem Videokonferenzdienst Zoom – bei plus 62 Prozent und 34 Dollar eingependelt. Der Börsenwert des Unternehmens, an dem das Unternehmen DiscoverOrg und die Carlyle Group (eine US-Private-Equity-Gesellschaft) nicht gehandelte Anteile halten, beträgt insgesamt 13,4 Milliarden Dollar. Genutzt wird die Datenbank von ZoomInfo mit Informationen zu Geschäftskontakten und Unternehmen eigener Angaben zufolge von bereits 15.000 Kunden aus Vertriebs-, Marketing- und Personalabteilungen.

Diese Kundenbasis sorgte im letzten Jahr für einen Umsatz von 336 Millionen Dollar (39 Prozent mehr als im Vorjahr). Im ersten Quartal 2020 stieg der Umsatz um 42 Prozent auf 103,6 Millionen Dollar. Am Ende stand aber ein Nettoverlust von 5,9 Millionen Dollar in den Büchern. Insgesamt schätzt ZoomInfo die Marktgröße aber auf 24 Milliarden Dollar – da ist also noch viel Luft nach oben.

Der Tageschart nach dem IPO
NASDAQ

Die Aktien von ZoomInfos US-Konkurrenten wie ServiceNow und Coupa notieren nach ihren Turnarounds wie die meisten Tech-Werte nahe ihrer Rekordstände – aber der Börsenneuling könnte künftig einen wesentlichen Teil vom Investoren-Kuchen für sich beanspruchen. ZoomInfo zufolge sollen 90 Prozent der Vertriebsteams vom Videokonferenz-Dienst Zoom die Datenbank nutzen, um neue Geschäftskunden zu akquirieren. Anleger setzen die stark gestartete Aktie auf die Watchlist und beobachten, auf welchem Niveau sich der Kurs einpendelt.