07.11.2019 Marion Schlegel

Dialog Semiconductor: Der Apple-Zulieferer gibt wieder Gas – jetzt noch kaufen?

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Dialog Semiconductor
Trendthema

Beim Chipentwickler Dialog Semiconductor haben die Anleger am Mittwoch nach endgültigen Quartalszahlen Kasse gemacht: Die zuletzt gut gelaufenen Aktien drehten nach einem freundlichen Start ordentlich in die Verlustzone und büßten zwischenzeitlich fast neun Prozent ein – damit waren sie Schlusslicht im MDax der mittelgroßen Werte. Doch am heutigen Donnerstag holt die Aktie bereits wieder einen Großteil der Verluste auf. Mehr als fünf Prozent geht es nach oben auf 43,14 Euro. Damit ist Dialog hinter Compugroup Medical der zweitbeste Wert des Tages im MDAX.

Schon vor zwei Wochen hatte Dialog Eckdaten für das dritte Quartal veröffentlicht, die sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis positiv überraschten. Seitdem hatte die Aktie sich bereits um bis zu rund elf Prozent erholt. Seit Jahresbeginn hat Dialog im MDAX die beste Kursentwicklung gezeigt.

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Dialog Semiconductor nach den Zahlen zum dritten Quartal von 41 auf 42 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Geschäfte des Halbleiterunternehmens mit Nicht-Apple-Kunden seien besser als erwartet gelaufen, schrieb Analyst Achal Sultania in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Der Experte erhöhte seine Umsatzprognosen für die Jahre 2019 bis 2022 um bis zu vier Prozent.

Dialog Semiconductor (WKN: 927200)

Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Dialog Semiconductor auf "Overweight" mit einem Kursziel von 48 Euro belassen. Nach den starken Vorab-Zahlen des Halbleiterherstellers deckten sich dessen Prognosen für das Schlussquartal mit seinen Erwartungen, so Analyst Andrew Gardiner. Dialog fahre mit Blick auf die sich verändernde, aber nach wie vor sehr starke Kundenbeziehung mit Apple einen guten Kurs.

Mit der heutigen Kurserholung nimmt die Aktie von Dialog wieder Kurs auf das Jahreshoch, das im September bei 44,98 Euro markiert wurde. Ein Sprung darüber würde ein neues Kaufsignal bedeuten. DER AKTIONÄR empfiehlt weiter, die Gewinne laufen zu lassen.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.

(Mit Material von dpa-AFX)