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Alphabet‑Aktie: Jetzt Chance durch eigene KI‑Chips?

Alphabet‑Aktie: Jetzt Chance durch eigene KI‑Chips?
Foto: NurPhoto/Jonathan Raa/picture alliance/dpa
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Ingo Nix Heute, 09:34 ‧ Ingo Nix
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Alphabet verkauft seine selbst entwickelten KI-Chips inzwischen auch an fremde Kunden – und kommt mit dem Ausbau kaum hinterher. Google Cloud steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 103 Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar, die Chipverkäufe trugen spürbar dazu bei. Die Börse rechnet trotzdem nach: Die Aktie verlor nach den Zahlen in zwei Handelstagen deutlich.

Alphabet-Aktie: Wie viel bringen die eigenen Chips?

Die Chips heißen TPU, kurz für Tensor Processing Unit – Rechenbausteine, die Google eigens für KI-Modelle entworfen hat. Seit dem zweiten Quartal verkauft Alphabet komplette TPU-Systeme direkt an Kunden, fast 100 Kunden setzen TPUs bereits ein, darunter Meta und Apple. Eine eigene Umsatzzahl nennt der Konzern nicht. Finanzchefin Anat Ashkenazi stellt für 2027 aber einen „bedeutenden Umsatzhochlauf“ in Aussicht. Der Auftragsbestand der Cloud stieg auf 561 Milliarden Dollar, nach 514 Milliarden im Vorquartal.

Tech-Analyst Dan Ives sieht einen „zweiten Wachstumsmotor, über den die anderen Hyperscaler nicht verfügen“. Amazon-Chef Andy Jassy hält dagegen: Der Chipverkauf bringe Umsatz schneller, die Vermietung in der eigenen Cloud über fünf bis sechs Jahre aber mehr.

Genau dort liegt der wunde Punkt. Alphabet investierte im Quartal 51,4 Milliarden Dollar, mehr als das operative Geschäft mit 42,3 Milliarden einbrachte. Der Free Cash Flow, also das Geld nach allen Investitionen, fiel auf minus 9,07 Milliarden Dollar, und 2027 sollen die Ausgaben deutlich steigen. Citi und Wells Fargo senkten ihre Kursziele auf 375 beziehungsweise 371 Dollar. Die eigenen Chips öffnen eine zweite Einnahmequelle – bezahlt wird sie vorerst aus der Substanz.

Alphabet (A) (WKN: A14Y6F)

Die Aktie schloss am Freitag, 30. Oktober, bei 279,84 Dollar und liegt 17,85 Prozent unter der 200-Tage-Linie bei 340,66 Dollar. Der Aufwärtstrend seit April ist gebrochen. Erster Widerstand ist das Hoch vom 29. Oktober bei 288,33 Dollar, der Kurs liegt 2,94 Prozent darunter; dort beginnt die Kurslücke, die sich erst um 320 Dollar schließt. Unterstützung bietet das 52-Wochen-Tief bei 270,7 Dollar, der Kurs liegt 3,38 Prozent darüber. Mit einem Relative-Stärke-Index von 21 gilt die Aktie als überverkauft. Fällt sie unter 270,7 Dollar, wäre die Erholung seit dem Frühjahr technisch infrage gestellt.


Alphabet zeigt, wie ein Megatrend ein Unternehmen umbaut: Künstliche Intelligenz verdoppelt den Cloud-Umsatz binnen eines Jahres – und verschlingt zugleich 51,4 Milliarden Dollar Investitionen in einem einzigen Quartal. Megatrends schaffen Milliardenmärkte, aber nicht jedes Unternehmen kann sie sich leisten.

Für Anleger zählt deshalb nicht nur der richtige Trend, sondern das richtige Unternehmen dahinter: das, das den Ausbau aus eigener Kraft stemmt, Kunden bindet und aus Wachstum am Ende Gewinn macht. 

Genau diese Auswahl trifft der Megatrend Folger – damit Sie nicht jedem Trend hinterherlaufen, sondern bei den Gewinnern dabei sind. Mehr Informationen finden Sie hier. 

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