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14.05.2021 Benedikt Kaufmann

Airbnb: Zahlen können nicht begeistern – doch vielleicht die Zukunft?

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Airbnb

Obwohl Airbnb nach einem dramatischen Corona-Jahr 2020 im ersten Quartal wieder ein Umsatzzuwachs verzeichnete und die Erwartungen der Analysten übertraf, bleibt die Aktie unter Druck. Die Zahlen können nicht überzeugen – doch vielleicht begeistert das Event am 24. Mai.

Der Umsatz von Airbnb fiel mit einem Anstieg um fünf Prozent auf 887 Millionen Dollar höher aus wie am Markt erwartet wurde (715 Millionen Dollar). „Mit dem Start der Impfungen und der sich anbahnende Erholung im Reiseverkehr haben sich unsere Geschäfte im ersten Quartal 2021 wieder deutlich verbessert“, so ein Statement im Geschäftsbericht.

Airbnb: Quartalsumsätze

Erleichterung für die Anleger nach einem Umsatzeinbruch von rund 30 Prozent im vergangenen Geschäftsjahr. Denn eigentlich erholte sich das Geschäft aber schon wieder deutlich von der Krise. Die Buchungen stiegen im Jahresvergleich um 52 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar und lagen damit ebenfalls weit über den Prognosen der Analysten.

Tiefrote Zahlen bleiben

Jedoch leidet der Apartment-Vermittler noch immer unter der Coronavirus-Krise, was die massiven Verluste zu Jahresbeginn zeigen. Im ersten Quartal fiel ein Verlust von 1,2 Milliarden Dollar an. Vor einem Jahr hatte das Minus trotz Belastungen durch die Pandemie nur 341 Millionen Dollar betragen.

Als einen Hauptgrund für das schlechtere Ergebnis nannte Airbnb hohe Kosten aufgrund der Rückzahlung von Krediten, die während der Pandemie aufgenommen worden waren. Blickt man auf die operativen Verluste, hat sich das EBITDA von 334 Millionen Dollar Minus auf einen Verlust von 59 Millionen Dollar verbessert.

Airbnb: Nettoverluste

Hoffnung für die Zukunft

Konkrete Ziele für das restliche Geschäftsjahr gab Airbnb nicht aus, aber Konzernchef Brian Chesky zeigte sich optimistisch: "Wir rechnen mit einem Reise-Aufschwung, wie wir ihn noch nie zuvor gesehen haben".

Im zweiten Quartal will die Geschäftsführung jedoch ihren positiven Buchungs-Trend beibehalten und über dem Niveau von 2019 liegen. Der Umsatz soll sich im Q1 dagegen auf dem Niveau des 2019-Quartals einpendeln.

Während die zurückhaltende Prognose den Anlegern wenig Greifbares liefert, bleibt die Hoffnung auf einen Geschäftsaufschwung mit Lockerungen in Europa dem Nahen Osten und Afrika bestehen. Hochspannend könnte zudem der 24. Mai für Anleger werden. Dann plant die Geschäftsführung ein Update auszuspielen, dass „das umfangreichste Update für die Dienste von Airbnb in den vergangenen zwölf Jahren bedeutet“.

Hier geht's direkt zum Geschäftsbericht von Airbnb

Nach einem starken Börsendebut ist die Aktie von Airbnb in den vergangenen Monaten deutlich unter die Räder gekommen. Zu Beginn der Woche fiel das Papier sogar unter die Erstnotiz von 146 Dollar, zu der Airbnb in den Handel startete. Ebenfalls negativ ist die nachbörsliche Reaktion auf die Zahlen.

Charttechnisch bleibt der Wert damit im Abwärtstrend gefangen. Anleger sollten nicht ins fallende Messer greifen, insbesondere weil ein 21er-KUV von 17 schlichtweg noch immer zu ambitioniert ist.

Airbnb (WKN: A2QG35)

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