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09.10.2020 Maximilian Völkl

1&1 Drillisch: Erfolg gegen Telefónica Deutschland – springt die Aktie jetzt an?

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1&1 Drillisch

Die Streitigkeiten von 1&1 Drillisch und Telefónica Deutschland halten die Börse in Atem. Nachdem die Drillisch-Aktie zuletzt nach höheren Preisforderungen des Rivalen für den Netzzugang knapp 30 Prozent eingebrochen war, gibt es nun wieder einmal gute Nachrichten. Ein Schiedsgutachten ist erneut günstig für Drillisch ausgefallen.

Laut dem neuen Entwurf habe der Schiedsgutachter ein Nachzahlungsansinnen von 64 Millionen Euro in voller Höhe als unberechtigt festgestellt, teilte Drillisch mit. Telefónica habe Vorleistungspreise des sogenannten MBA-MVNO-Vertrags im Dezember 2018 unter Bezugnahme auf die Frequenzauktion 2015 rückwirkend um rund 64 Millionen erhöht, hieß es weiter zum Hintergrund.

Drillisch hatte diese Preiserhöhung als unberechtigt zurückgewiesen und nun erneut Recht bekommen. Dementsprechend sei die Preiserhöhung wirkungslos und führe nicht zu Zahlungen von Drillisch.

Die Parteien können der Mitteilung zufolge zum Entwurf des Schiedsgutachtens Stellung nehmen. Die Ausfertigung des finalen Schiedsgutachtens werde Ende des Jahres erwartet. Damit werde das Verfahren beendet und es seien keine von Telefonica angestrengten Gutachterverfahren mehr anhängig.

1&1 Drillisch (WKN: 554550)

Das Gutachten ist für Drillisch positiv zu werten. Doch die Aktie kann die vorbörslichen Gewinne nach Handelsstart zunächst nicht bestätigen. Entscheidend bleibt, wie Telefónica die Preise künftig gestalten darf und wird. Das Risiko, dass höhere Forderungen auch künftig auf den Gewinn drücken, bleibt. Allerdings ist nach dem Kurssturz viel eingepreist. DER AKTIONÄR hat zuletzt aufgrund der Charttechnik zum Einstieg geraten. Wer dieser Empfehlung gefolgt ist, lässt jetzt die Gewinne laufen. Erstes Ziel: der Gap-Close bei 23,74 Euro.

Mit Material von dpa-AFX