Der Halbleiter-Riese Intel sorgt an der Börse für eine handfeste Überraschung. Die Bank of America sorgt mit einem extrem seltenen Doppel-Upgrade für ein echtes Beben an der Wall Street. Das neue Kursziel verspricht massives Potenzial. Doch das ist längst nicht alles, was die Aktie jetzt extrem beflügeln könnte.
- Die BoA stuft Intel gleich um zwei Stufen auf „Buy“ hoch und hebt das Kursziel massiv auf 135 Dollar an.
- Dank des boomenden Marktes für moderne Server-Prozessoren und Fortschritten im Foundry-Geschäft erwarten die Analysten bis zum Jahr 2030 einen massiven Gewinnanstieg.
- Mit einer Besitzquote von lediglich 16 Prozent ist der Chipriese bei großen Fonds extrem untergewichtet.
Das kam überraschend. Die Bank of America hat die Intel-Aktie gleich um zwei Stufen von „Underperform“ auf „Buy“ hochgestuft. Im frühen US-Handel reagierten die Papiere prompt mit einem Kurssprung von rund sechs Prozent. Gleichzeitig schraubte das Analystenteam das Kursziel massiv von zuvor 96 auf stolze 135 Dollar nach oben.
Grund für den Optimismus ist das gewachsene Vertrauen in die Zukunft. Die Experten sehen Intel als Schlüsselakteur, um Engpässe bei modernen Wafern zu lösen. Bis zum Jahr 2030 prognostiziert die Bank nun ein Gewinnpotenzial von mehr als sechs Dollar je Aktie – zuvor lag die Schätzung bei lediglich drei bis vier Dollar.
Milliardenmarkt im Visier
Besonders bei Server-Prozessoren wittern die Experten fette Beute. Der Umsatz könnte hier bis 2030 auf über 40 Milliarden Dollar klettern, angetrieben durch den Wandel hin zu autonomen KI-Agenten. Auch das Foundry-Geschäft verspricht dank potenzieller Deals mit Größen wie Apple oder MediaTek sowie einer Kooperation mit Cadence eine hervorragende langfristige Sichtbarkeit.
Ein extrem spannender Hebel für Kursgewinne ist zudem die aktuelle Positionierung der Profis. Trotz einer Marktkapitalisierung von rund 540 Milliarden US-Dollar wird Intel von institutionellen Investoren stark vernachlässigt. Die Besitzquote großer Fonds liegt bei mageren 16 Prozent. Schließen die Fondsmanager diese Lücke, droht massiver Kaufdruck. Dass dies enorme Kräfte freisetzt, zeigt der Konkurrent AMD. Dort stieg der Anteil institutioneller Anleger in der Vergangenheit deutlich, was das Papier um stolze 309 Prozent nach oben katapultierte.
Das Doppel-Upgrade der Bank of America ist ein echter Ritterschlag. Wenn jetzt auch noch die großen Fonds aufspringen, zündet die Aktie den Turbo. Aus charttechnischer Sicht stehen jetzt die Chancen gut, dass die aktuell ausgebildete Flaggenformation bei 113 Dollar nach oben aufgelöst wird. Die Aktie bleibt lukrativ.
Heute, 17:20