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10.09.2020 Thomas Bergmann

Update zum EZB-Meeting: Lagarde schiebt Euro und Goldpreis an

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DAX

Die Europäische Zentralbank hat wie erwartet alles unverändert gelassen. Weder die Zinsen werden gesenkt noch das Hilfsprogramm PEPP aufgestockt. Auch die Laufzeit des PEPP-Programms bis mindestens Juni 2021 bleibt wie gehabt. In einer ersten Reaktion tat sich an den Kapitalmärkten kaum etwas. Die Pressekonferenz mit Christine Lagarde hat aber nun doch Auswirkungen.

Laut EZB-Chefin Lagarde gibt es Anzeichen für eine Erholung des Verbrauchs. Allerdings habe sich die Dynamik im Dienstleistungssektor verlangsamt. "Die Coronavirus-Infektionen sind ein Gegenwind für die kurzfristigen Aussichten", so Lagarde weiter. Dementsprechend werde die weitere Erholung stark von der Entwicklung der Pandemie abhängen. 

Positiv: "Die Wachstumsrisiken neigen sich nach unten", so die Notenbankerin. Ein Problem bleibe jedoch die Inflation. Die EZB rechne in den kommenden Monaten mit einer negativen Gesamtinflation. Die Inflation werde erst Anfang 2021 positiv werden.

EUR/USD (WKN: 965275)

Hier geht es zur Pressemitteilung der EZB.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Mit ihren Aussagen sorgt Lagarde zwar nicht für Freude auf dem Frankfurter Börsenparkett, allerdings legt der Euro gegenüber dem Dollar zu. Kurz vor Handelseröffnung an der Wall Street notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,19 Dollar und damit deutlich über dem Stand von Mittwoch.

Von der Eurostärke profitiert der Goldpreis, der sich der Marke von 1.960 Dollar annähert. Aus technischer Sicht könnte die Feinunze in den nächsten Wochen die 2.000-Dollar-Marke zurückerobern.

DER AKTIONÄR spekuliert seit dem 21. August auf einen festeren Euro. Der Schein mit der WKN CJ4VRR notiert heute etwas deutlicher im Plus. Im Hebel-Depot setzt DER AKTIONÄR auf steigende Kurse bei den führenden Goldminen-Aktien. Durch den Aufschwung beim Goldpreis hat sich der Mini-Long mit der WKN MA08T6 von 3,50 auf knapp 5,00 Euro verteuert (Kaufkurs: 4,35 Euro).  

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