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28.11.2021 Thomas Gebert

Kolumne: Der seltsame Erfolg der 16-Wochen-Strategie

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Mir war schon vor längerer Zeit aufgefallen, dass gleichartige Ereignisse an der Börse gehäuft in einem 16-wöchentlichen Abstand stattfinden. Erkennbare Hochpunkte, Tiefpunkte oder deutliche Kursanstiege trennt nicht selten dieser zeitliche Abstand. Und tatsächlich, bei der statistischen Betrachtung der historischen Kursbewegungen ließ sich diese Anomalie auch zeigen. So konstruierte ich für das Buch „Was zu tun ist, wenn es soweit ist“ im Jahr 2016 eine Strategie, die auf diesem Phänomen beruht.


Zu einem von mir beliebig gewählten Zeitpunkt in der Vergangenheit fing ich an die Wochen durchzunummerieren von 1 bis 16 und begann dann wieder bei eins. In der Form der von mir gewählten Zählung lagen die freundlichen Wochen im Takt auf den Wochen Nummern 13, 14 und 15 und in den Wochen 8, 11 und 16 fanden bevorzugt Kursrückschläge statt.


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Möglichst geringes Risiko

Ich versuchte die Strategie möglichst risikoarm bis risikolos zu konzipieren und so kam ich zu der Handlungsanweisung, in den Wochen 13, 14 und 15 auf steigende Kurse zu setzen etwa mit einem DAX-ETF und den Wochen 8, 11 und 16 mit einem Short-DAX-ETF auf fallende Kurse. In den übrigen zehn Wochen des 16-wöchentlichen Taktes sollte das Geld bar auf dem Konto liegen. So beinhaltet die Strategie ein verschwindend geringes Risiko.


Ich glaube an das, was funktioniert.

Thomas Gebert

In den zehn Wochen, in denen das Geld bar auf dem Konto liegt, brennt schon einmal nichts an. Die Investitionsphase teilt sich auf in drei Wochen, in denen auf steigende Kurse gesetzt wird, und auf drei Wochen, in denen auf fallende Kurse spekuliert wird. Im Mittel der Zeit ist diese Strategie also neutral positioniert. Menschlichem Ermessen nach sollte damit kein großes Unglück passieren. Mit zehn Wochen bar, drei Wochen long und drei Wochen short liegt der statistische Erwartungswert, sollte diese Anomalie einmal verschwinden, bei plus minus null.


In der Realität erfolgreich

Gewöhnlich ist es so, dass eine Strategie, sobald man sie gefunden hat, aufhört zu funktionieren. Man nennt dies auch „Peak Performance“. Man findet die Strategie überhaupt nur, weil sie relativ gesehen gerade ihren Maximalwert durchläuft. Sobald man sie gefunden hat, verschwindet sie wieder im Rauschen der Parameter. Ich nahm also auch an, dass auch diese Strategie schon bald nicht mehr funktionieren würde. Aber andererseits dachte ich, was soll‘s. Wenn sie nicht mehr funktioniert, lande ich bei plus minus null.



Short und long zur genau richtigen Zeit

Trotz dieser Risikoarmut und meiner Vermutung, dass die Strategie nach meinem Auffinden nicht mehr klappen würde, hat sie seither brilliert. Bei den jüngsten Turbulenzen konnte sie ihre Stärke voll ausspielen. In der Panikwoche, in der die Kurse kollabierten, war sie short und während der steilen Erholung in der letzten Woche, war sie long. Seit Anfang 2018 hat sie damit den DAX 176 zu 125 geschlagen.

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Die richtigen Einschätzungen und fundierten Analysen begeistern die Leser des GebertBriefs seit vielen Jahren. Zinsentwicklung, Inflationsrate, Wechselkurs zwischen Euro und Dollar sowie Jahreszeit – anhand dieser vier Variablen prognostiziert der Gebert-Indikator die Kursentwicklung im DAX. Nur wenn mit steigenden Kursen zu rechnen ist, wird investiert. Fallen die Kurse, werden Gewinne mitgenommen und es wird auf das Signal zum Wiedereinstieg gewartet. Risikobewusstere Leser erhalten mit der kurzfristig orientierten 16-Wochen-Strategie im Rahmen des GebertBriefs die Möglichkeit, zyklische Schwankungen im DAX noch effektiver für sich zu nutzen.


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Der Gebert-Börsenindikator Indexist besonders für den längerfristigen Vermögensaufbau und für eher konservative Privatanleger geeignet. Mit dem Zertifikat WKN DA0AB1 können Investoren annähernd 1:1 an der Kursentwicklung des Gebert-Börsenindikator Index teilhaben. Anleger mit etwas größerer Risikobereitschaft setzen beispielsweise auf das Zertifikat mit der WKN MF04W3 und Hebel 1,6.

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