Wie vom Markt im Vorfeld erwartet, hat die US-amerikanische Notenbank Fed unter ihrem Chef Kevin Warsh den Leitzins nicht angetastet. Die Spanne liegt in den USA weiterhin bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Zuletzt ist hingegen eine weitere Erhöhung des Leitzinses im Dezember wahrscheinlicher geworden.
Im September erhöhte die Fed den Leitzins erstmals seit Juli 2023 – einstimmig um 0,25 Prozentpunkte. Seitdem hat der Inflationsdruck in den Vereinigten Staaten spürbar zugenommen: Die Teuerungsrate in den USA stieg im vergangenen Monat auf 3,7 Prozent, nachdem sie im August noch bei 3,4 Prozent gelegen hatte. Haupttreiber waren die Benzinpreise. Doch auch die Kerninflation (exklusive Energie und Lebensmittel) zog an.
Nicht zuletzt ist es der Iran-Krieg, der die Ölpreise befeuert und die Preise an den Tankstellen klettern lässt. Auch am heutigen Mittwoch zeigen sich die Preise für WTI und Brent in einer robusten Verfassung. Ein Barrel der Nordseesorte Brent notiert derzeit bei rund 112 Dollar.
EZB ist am Zug
Während die Fed ihre Entscheidung getroffen hat und sich der Blick inzwischen auf die nächste bevorstehende Entscheidung im Dezember richtet, steht das Votum der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits am morgigen Donnerstag an. Auch hier rechnen die Marktteilnehmer mit einer Zinspause. Der Leitzins in der Eurozone liegt derzeit bei 2,5 Prozent.
Aber auch in Europa könnte im Dezember erneut an der Zinsschraube gedreht werden. Die Sitzung findet dann am 17. Dezember statt.
Trotz hoher Energiepreise und Inflationssorgen hält die US-Notenbank den Leitzins vorerst stabil und macht, wie vom Gros der Marktteilnehmer antizipiert, eine Pause. Eine weitere Erhöhung im Dezember könnte jedoch die Folge sein. DER AKTIONÄR wird die weiteren Entscheidungen der führenden Notenbanken mit Argusaugen verfolgen und über die weiteren Entwicklungen berichten.
Heute, 19:05
Bei Google bevorzugen