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24.11.2021 Carsten Kaletta

Deutsche Bank gegen den Trend bärenstark

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Deutsche Bank

Die Deutsche Bank sehnt sich wie viele andere Finanzhäuser nach deutlich höheren Zins-Erträgen. Nun könnte es zu ein wenig Bewegung – zumindest perspektivisch – an der Zinsfront kommen. EZB-Vertreter haben durchblicken lassen, dass man die Inflation nicht wie bisher stets betont als "vorübergehend" ansieht. 

Zwar hat EZB-Direktor Fabio Panetta am Mittwoch in Paris gesagt, dass nicht überstürzt auf die deutlich erhöhte Teuerung reagiert werden dürfe. Eine verfrühte geldpolitische Straffung drohe, die Wirtschaft im Euroraum zu beschädigen und die Nachfrage zu belasten, so der italienische Ökonom.

Diese Aussagen stehen im Gegensatz zu der Einschätzung von zwei anderen EZB-Direktoriumsmitgliedern. Isabel Schnabel und EZB-Vize-Chef Luis de Guindos haben sich jüngst skeptischer zur Inflation geäußert. "Es scheint, dass sich im EZB-Rat aktuell die Einschätzung zu den Inflationsrisiken in der Eurozone ändert", hieß es dazu von der Dekabank. Bisher erklärt die EZB die hohe Teuerung überwiegend mit Corona-Sondereffekten, die im Laufe des kommenden Jahres zumeist auslaufen sollten.

Für die Deutsche Bank wären höhere Zinsen in jedem Fall hilfreich. Laut Berechnungen des deutschen Branchenprimus würde das Nettozinseinkommen um 700 Millionen Euro im ersten Jahr steigen, wenn die Zinsen um ein Prozent erhöht werden.

Die Deutsche-Bank-Aktie gewinnt am Mittwoch gegen den allgemeinen Markttrend als DAX-Spitzenreiter mehr als zwei Prozent und notiert bei 11,42 Euro.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

(Mit Material von dpa-AFX)

Diese frische Zins-Fantasie tut der Deutsche-Bank-Aktie gut. Zudem hat sich das charttechnische Bild wieder aufgehellt, da der DAX-Titel sowohl über dem GD200 als auch weder über GD50 notiert. Kurzum: Wer investiert ist, bleibt weiter dabei. Kursziel des AKTIONÄR: 15,00 Euro.

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