Die Zeit drängt. Vor der anstehenden Sommerpause des US-Senats wollen die Gesetzgeber beim „CLARITY Act“ Nägel mit Köpfen machen. Am heutigen Donnerstag kommt es zu einem entscheidenden Treffen im Weißen Haus: US-Präsident Donald Trump wird persönlich mit einer Gruppe von Senatoren zusammenkommen, um den Fortschritt des Krypto-Gesetzentwurfs zu forcieren.
Dass die Debatte an höchster Stelle geführt wird, unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens. Senator Bernie Moreno betonte im Vorfeld, man werde über die „Gesamtheit des Gesetzes“ sprechen. Trump gilt intern als treibende Kraft hinter dem Vorstoß, um die regulatorische Unsicherheit für digitale Vermögenswerte in den USA zu beenden. Neben Moreno wird unter anderem Senatorin Cynthia Lummis an dem Gespräch teilnehmen.
Wettmärkte bleiben skeptisch
Während die Politik auf die Zielgerade einbiegt, bleiben die Anleger an den Prognosemärkten vorsichtig. Auf der Plattform Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act noch in diesem Jahr in Kraft tritt, bei lediglich 39 Prozent. Auf dem Konkurrenzportal Kalshi ist das Bild ähnlich gedämpft: Dort beziffern Nutzer die Chance auf eine Verabschiedung bis Ende 2026 auf 36 Prozent.
Der Zeitplan steht unter Druck
Hinter den Kulissen arbeiten die Senatoren unter Hochdruck. Senator Thom Tillis signalisierte, er hoffe auf eine Einigung bis Ende dieser Woche. Die Gesetzgeber warten derzeit auf einen überarbeiteten Entwurf. Lummis stellte in einem Interview mit Fox Business klar, dass ein neuer Text in den nächsten Tagen präsentiert werden soll. Das Ziel: Die Abstimmung im Senat noch vor der August-Pause.
Der Optimismus für ein schnelles Verfahren scheint jedoch zu steigen. Auf Kalshi kletterte die Wahrscheinlichkeit, dass über das Gesetz noch vor der Sommerpause abgestimmt wird, innerhalb eines Tages von 68,8 Prozent auf 79 Prozent.
Das Treffen mit Trump ist ein klares Signal, dass die Administration den CLARITY Act zur Priorität macht. Die politische Schlagzahl erhöht sich, doch die Diskrepanz zwischen dem Optimismus der Gesetzgeber und der Skepsis der Wettmärkte bleibt auffällig. Für den Kryptosektor steht viel auf dem Spiel: Scheitert der Vorstoß vor der Sommerpause, rücken die Zwischenwahlen in den Fokus, was die Chancen auf eine parteiübergreifende Einigung erfahrungsgemäß drastisch senken dürfte. Die nächsten 72 Stunden sind für die Branche richtungsweisend.
Für den Kryptosektor steht viel auf dem Spiel: Scheitert der Vorstoß vor der Sommerpause, rücken die Zwischenwahlen in den Fokus, was die Chancen auf eine parteiübergreifende Einigung erfahrungsgemäß drastisch senken dürfte. Vor der Entscheidung warten Anleger mit einem Neueinstieg beim Bitcoin ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
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