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Bitcoin: Hacker schlagen wieder zu – so hoch ist die Lösegeldforderung

Bitcoin: Hacker schlagen wieder zu – so hoch ist die Lösegeldforderung
Foto: Shutterstock/KI-generiert
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Jan-Paul Fóri Heute, 09:38 Jan-Paul Fóri
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Bitcoin steht erneut im Mittelpunkt eines spektakulären Hackerangriffs. Eine Ransomware-Gruppe soll sich Zugriff auf das Berliner Landesnetz verschafft und große Mengen sensibler Daten gestohlen haben. Nun verlangen die Täter 30 Bitcoin als Lösegeld – nach aktuellem Kurs rund zwei Millionen Euro. DER AKTIONÄR beleuchtet den Vorfall und zeigt auf, welche Unternehmen den Angriff vielleicht verhindern hätten können.

  • Hacker fordern 30 Bitcoin von Berlin – rund zwei Millionen Euro.
  • Rhysida soll Millionen Dateien erbeutet haben, darunter Verträge, Passwörter und IBANs.
  • Der Angriff zeigt: Je größer die Datenbestände, desto wertvoller werden sie für Cyberkriminelle.

Die Forderung ist hoch. Noch schwerer wiegt allerdings, was die Angreifer nach eigenen Angaben in die Hände bekommen haben. Denn es geht nicht nur um Geld. Es geht um Daten, die für Kriminelle weit wertvoller sein können als die geforderten zwei Millionen Euro.

30 Bitcoin für gestohlene Daten

Nach bisherigen Erkenntnissen steckt die Cybercrime-Gruppe Rhysida hinter dem Angriff auf das Berliner Landesnetz. Die Gruppe veröffentlichte einen Eintrag im Darknet und fordert darin 30 Bitcoin. Der Gegenwert dieser entspricht derzeit 2.022.887,40 Euro. Bereits in der Vergangenheit hatten Hacker des Öfteren Bitcoin als Lösegeldmittel gefordert. 

Die Täter behaupten, rund 1,4 Millionen Dateien durchsucht und große Datenmengen kopiert zu haben. Darunter sollen sich rund 46.000 Verträge, mehr als 11.000 als vertraulich eingestufte Dokumente, knapp 6.000 Passwörter, rund 16.000 E-Mails und 148 IBAN-Kontonummern befinden. Auch Zugangsdaten von Führungskräften sowie Unterlagen zu Disziplinarverfahren sollen betroffen sein.

Ob sämtliche von den Hackern veröffentlichten Angaben tatsächlich stimmen, lässt sich derzeit nicht unabhängig bestätigen. Berlin hat allerdings bereits einen Datenabfluss bestätigt.

Damit ist der Fall deutlich größer als eine gewöhnliche Lösegeldforderung. Die Hacker haben es offenbar nicht nur auf verschlüsselte Systeme abgesehen. Sie setzen auf den Verkauf beziehungsweise die Veröffentlichung gestohlener Informationen.

Berlin will sich nicht erpressen lassen

Berlins Politik gibt sich entsprechend unnachgiebig. Das Land will der Forderung der Täter nicht nachkommen. Gegen die mutmaßlichen Angreifer ermitteln das Landeskriminalamt und die Berliner Staatsanwaltschaft gemeinsam mit weiteren Sicherheitsbehörden.

Das Milliardengeschäft mit Cybersecurity

Der Hackerangriff auf das Berliner Netz zeigt, wie wichtig der Schutz der digitalen Infrastruktur für Unternehmen, Behörden und Organisationen bereits ist. Firewalls allein reichen längst nicht mehr. Gefragt sind Lösungen für Netzwerk- und Cloud-Sicherheit, Identitätsmanagement, Datensicherheit und die Abwehr moderner Cyberangriffe.

Davon profitieren die Anbieter entsprechender Technologien. Der Bedarf steigt mit jeder neuen digitalen Anwendung – und mit jedem erfolgreichen Angriff.

Genau hier setzt der Cybersecurity Index von DER AKTIONÄR an. Im Index sind neun Unternehmen aus dem Cybersecurity-Sektor vertreten, darunter Palo Alto Networks, Fortinet, Cloudflare, Verisign, Zscaler, Okta und Secunet Security. Diese Unternehmen entwickeln Technologien, mit denen sich Unternehmen und Behörden gegen Cyberangriffe schützen können. Der Berliner Fall zeigt, wie rückständig Deutschland in diesem Punkt noch immer ist.

DER AKTIONÄR INDIZES
Quelle: Börsenmedien

Dem Bitcoin dürfte die Lösegeldforderung wenig schaden. Die Bullen sind bei der Kryptowährung weiter am Drücker. Aktuell muss der Bitcoin die 80.000-Dollar-Marke zurückerobern. Gelingt dies, dürfte sich die Rally fortsetzen. Langfristig bleibt der Bitcoin aussichtsreich.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.

Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.

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Gerd Weger ist seit den 1980ern erfolgreich an den Märkten aktiv und vielen Börsianern als Kolumnist der €uro am Sonntag oder als Betreiber seines legendären „Millionen­depots“ bekannt. Im Jahr 2017 hat er seinen Fokus von Aktien auf Kryptowährungen verlagert und legt nun ein Standardwerk vor: Der Schwerpunkt liegt auf den Bewertungsfaktoren von Bitcoin und Co. Die im Ver­gleich zu Aktien völlig anderen Ansätze zur Fundamentalanalyse werden in dem Buch systematisch dargestellt. Wichtig sind auch die Überlegungen für eine Steueroptimierung. Für aufgeklärte Investoren und Trader ist all dies unerlässlich für einen nachhaltigen Anlageerfolg mit Kryptowährungen. 

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