Kommentar: Das Depot 2030 kauft seine Bitcoin-Position zurück. Auch der „Magier de Märkte“ Peter Brandt sieht eine Chance. Und nun werden auch Krypto-Aktien interessant.
Der Sommer 2026 ist geprägt von Richtungswechseln. Nun sind plötzlich auch Gold und Bitcoin zurück. Fundamental betrachtet sind die „sicheren Häfen“ interessant geworden, da die Kosten für Schulden steigen. So ist die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen auf fünf Prozent gestiegen – das erste Mal seit 20 Jahren. Dr. Jonas Groß war ein Kollege von mir und ist nun Vorsitzender der Digital Euro Association (DEA). Ich habe ihn erreicht. „Es ist eine Überraschung, dass Bitcoin und Ethereum wieder so stark auf Makrodaten reagieren.“
(Dieser Kommentar ist im AKTIONÄR Hot Stock Report 30/2026 erschienen und aktualisiert)
Aus meiner Sicht wurde der Boden für diese Trendumkehr durch eine verbesserte Lage der Börsenpsychologie bereitet: Waren bei Vorträgen von mir an Unis vor einigen Jahren noch über 50 Prozent der Teilnehmer in Krypto investiert, haben es viele zuletzt aufgegeben. Nur noch 17 Prozent ziehen nun Bitcoin und Co den KI-Aktien vor. Doch parallel blieb das große Bild als Inflationsversicherung des nicht beliebig „druckbaren“ Bitcoin intakt. Der Euro wird mangels Reformen und durch den Geldbedarf für Rüstung aufgeweicht: Die Geldmenge M2 hat sich seit dem Jahr 2000 auf 16,4 Billionen Euro vervierfacht. Seit meiner Geburt haben sich die öffentlichen Schulden hierzulande glatt verzehnfacht. In den USA sind die Staatsschulden in den knapp 20 Jahren seit 2008 von zehn Billionen auf nun 40 Billionen Dollar gewachsen. BlackRock glaubt daher, „dass die grundlegenden Argumente für Bitcoin als globale Währungsalternative und einzigartiges Instrument zur Diversifizierung unverändert bestehen“.
Auch Altmeister Peter Brandt, den ich als Contrarian-Trader schätze, meldet sich auf X zum Bitcoin – und sieht eine Tradingchance.
There was a reason to have expected a downside move in Bitcoin. An inverted H&S with a belabored right shoulder has a 60/40 chance to be resolved to the downside. And, the trend was down. But the completion of the H&S bottom changed that. I bought the breakout for better or worse pic.twitter.com/kTwU9SZHXh
— The Factor Report (@PeterLBrandt) August 20, 2026
Wie berichtet, flossen am Anfang des Jahres bei vielen die Tränen, obwohl der Bitcoin das macht, was er quasi immer macht: nach einer Vervielfachung dann in eine große Korrektur einzuschwenken. Der Reiz und der Clou daran: Das Leben wie die Börse verlaufen nicht simpel, linear sondern dynamisch in Wellen.
Ende 2015 wurde im AKTIONÄR Hot Stock Report bei einem Kurs von 300 Euro auf die „nächste große Welle des Bitcoins“ hingewiesen - das Plus beträgt bisher rund 20.000 Prozent. Parallel wird im Depot 2030 aktiv mit dem Bitcoin getradet. Wir hatten im Depot 2030 Ende Oktober 2025 mit 50 Prozent Gewinn bei rund 110.000 Dollar verkauft und kaufen nun (Donnerstag, den 20. August) bei 72.000 Dollar zurück. (Hinweis: Der Autor hält Bitcoin, Ethereum)
Wir führen seit Jahren Diskussion mit Gold-Bullen: „Bitcoin ist ´nichts‘, man kann sie nicht wie eine Goldmünze in die Hand nehmen“, war schon 2017 das Argument eines Gold-Bullen. Ein gutes Argument – für einen Cowboy, der 1870 an der Bar Whiskey bestellen will. Denn materielle Goldmünzen haben keinen Zugang zu virtuellen Welten.
„Unfassbarer Bitcoin“
Bitcoin bleibt unfassbar – im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist keine Goldmünze, die man zwischen den Fingern rollen kann und auch nicht wie eine Aktie ein konkreter Anteil an einer Firma. Sich den ersten Bitcoin zu kaufen, ist, wie als Astronaut aus dem sicheren Raumschiff hinaus ins All zu springen: Kein fundamentaler Boden, kein Anker in Form eines klassischen Bewertungsansatzes. Bitcoin kann ins Nichts stürzen. Aber Bitcoin kann umgekehrt auch schwerelos, leicht unendlich nach oben schweben.
Krypto-Hot-Stock mit Kaufsignal
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin, Ethereum.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin, Ethereum.
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