Der DAX hat sich am Montag nach anfänglich kräftigen Verlusten etwas stabilisiert – ganz aus dem Schneider ist er aber noch nicht. Gleich zwei Belastungsfaktoren sorgen weiter für Unruhe an den Märkten. So schauen Anleger derzeit weiterhin gespannt auf Zinsangst und die Eskalation im Nahen Osten.
Der DAX
Am vergangenen Freitag sorgte ein unerwartet robuster US-Arbeitsmarktbericht für einen massiven Abverkauf vor allem bei den Technologiewerten, die nun zu Wochenbeginn aber wieder spürbar zulegten. "Eine viel zu heiße Beschäftigung in den USA schürt panische Angst vor einer hartnäckigen Inflation und zerstört jegliche Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed völlig", kommentierte Marktexperte Tim Ritschar vom Broker ActivTrades. Stattdessen spekulieren die Anleger über einer Zinserhöhung der US-Notenbank, auch die Europäische Zentralbank könnte bereits am Donnerstag den Leitzins anheben.
Außerdem belastete eine erneute Eskalation im Nahost-Krieg. Der Iran und Israel überzogen sich erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im April wieder gegenseitig mit Angriffen. "Die Börsen gehen aktuell davon aus, dass diese neue Eskalation nur kurzfristig sein wird", stellte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners fest. Zur moderaten Reaktion der Anleger habe auch beigetragen, dass US-Präsident Donald Trump versuche, deeskalierend einzuwirken. Trump versicherte, dass weiter an einer baldigen Lösung des Konflikts gearbeitet werde. Sowohl der Iran als auch Israel wollen ihre Angriffe wieder einstellen.
Immobilien-und Tourismus-Werte unter Druck
Bei den Unternehmen wurden die zinssensiblen Immobilienwerte aufgrund der zunehmenden Zinsangst gemieden. So verbuchten die Aktien von Vonovia
Wegen der angespannten Lage in Nahost waren auch die Aktien aus dem Luftfahrt- und Reisesektor nicht gefragt. Die Papiere von Airbus
Rebound bei Chip-Aktien
Nach dem jüngsten Ausverkauf unternahmen die Aktien aus dem Halbleitersektor dagegen einen Stabilisierungsversuch. Infineon
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 17:55